Montag, 5. Dezember 2016

Da muss man gesund sein!- Auf dem Seil über den Grand Canyon und die Niagarafälle




Da muss man gesund sein!

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/niagara-faelle-waghalsiger-stunt-von-hochseil-artist-nik-wallenda-a-839210.html

Die wohl bekannteste "Natur"-Sehenswürdigkeit des Landes sind die Niagara-Fälle. Sie sind 52 Meter hoch und 675 Meter breit. Jährlich besuchen sie mehr als 5 Millionen Menschen.


Wallenda überquert Niagarafälle"Oh mein Gott, dieser Blick ist unglaublich"


So ein spektakuläres Wagnis hat die Welt lange nicht gesehen. Der US-Akrobat Nik Wallenda überquert auf einem Hochseil die Niagarafälle - als erster Mensch überhaupt. Die Mutprobe wurde live im US-Fernsehen übertragen. Das nächste Ziel des 33-Jährigen: der Grand Canyon.


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Sein Urgroßvater stürzte ab und starb. 1978 war das, in Puerto Rico: Da ließ eine Windböe den legendären Hochseilakrobaten Karl Wallenda in 40 Metern Hohe das Gleichgewicht verlieren. Eine Videoaufnahme dokumentierte das Drama: Der 73-Jährige versuchte noch, sich ans Seil zu klammern, war aber zu schwach, trudelte wie eine Strohpuppe in die Tiefe und schlug auf dem Asphalt auf. Er war sofort tot.

n der Nacht zum Samstag fordert nun auch Nik Wallenda, 33, das Schicksal heraus - auf spektakuläre Weise: Er überquert die tosenden Niagarafälle, auf einem nassen, schwankenden Drahtseil, mehr als einen halben Kilometer lang und nur fünf Zentimeter dünn. "Ich wollte meinem Urgroßvater Tribut zollen", keucht er anschließend, außer Atem, aber erleichtert. "Karl Wallenda, mein Held."
Der wahre Held dieses Abends ist er selbst. Schon oft haben die Niagarafälle Wahnwitzige und Lebensmüde gereizt. Aber noch nie hat es jemand gewagt, die Horseshoe Falls, den berühmtesten, breitesten Abschnitt dieser Fälle, in voller Breite auf dem Drahtseil zu überqueren, direkt von den USA nach Kanada.
Mehr als 100.000 Schaulustige sowie Abermillionen TV-Zuschauer, die das Spektakel live verfolgen, halten den Atem an - für exakt 26 Minuten. So lange dauert die Passage, Schritt für zaghaften Schritt. Weltrekord, Irrsinnsakt, Quotencoup fürs Network ABC, das die Mutprobe zur Drei-Stunden-Show auswalzt.
Es scheint undenkbar. Wirbelnde Windkanäle. Brodelnder Nebel. Ohrenbetäubendes Tosen. Stockdunkle Nacht, nur vom Flutlicht erhellt. Und dieses ewig lange, rutschige Drahtseil.
"Ein Traum", sagt Wallenda seelenruhig, bevor er in seine rote Regenjacke schlüpft. Das Einzige, was ihn stört, ist der Sicherheitsgurt, den ihm die Anwälte von ABC aufzwingen - ein fingerdünner Draht nur, der ihn hinter den Füßen ans Hochseil knüpft. "Sehr ungelegen", murrt Wallenda. Aber ein Tod vor laufenden Kameras, das wäre dann doch zu makaber.
"Ich bin so weit", sagt er. "Let's do this."
Monatelang hat er trainiert, hat die völlig unberechenbaren Wetterbedingungen bestmöglich simuliert. Auf langen und kurzen Seilen, im Gebläse von Windmaschinen, im Wasserdruck von Feuerwehrschläuchen. Doch nichts kann ihn auf die Realität vorbereiten.
Um 22.15 Uhr Ortszeit geht er los, auf der US-Seite der Wasserfälle, einen 20 Kilogramm schweren Balancestab in Händen. Linker Fuß zuerst, dann rechter Fuß. Ein letzter Gruß. Sein Vater Terry Troffer sitzt unweit in einem Produktionswagen und spricht über Kopfhörer mit ihm. "Sieht gut aus, Nik", sagt er. "Denke daran, Rhythmus und Schritt zu wechseln."

Spezialsohlen aus Elchleder
Die ersten Meter verlaufen über den relativ zahmen Stromschnellen. Eine winzige Computerkamera an seiner Ausrüstung erfasst Wallendas Füße, die in schwarzen Mokassins stecken. Seine Mutter Delilah, Karls Tochter, hat sie selbst gemacht, mit Spezialsohlen aus Elchleder. Das soll besonders griffig sein. Dann überschreitet Wallenda die Kante der Fälle. Jetzt wandert er durchs Nichts. Sein Balancestab schwankt. Wallenda bleibt kühl: "Oh mein Gott, dieser Blick ist unglaublich."
Langsam verstummen jetzt auch die ABC-Moderatoren. Zwei Stunden lang haben sie die Zuschauer mit Hype und endlosen Anreißern eingepeitscht, fast das ganze Sportressort hat der Sender aufgefahren, plus Wettermann Sam Champion, der bebend über "Turbulenzen", "Saugwirkung" und "Peitschregen" doziert. Während des überlangen Countdowns gab es Mini-Seminare in Gleichgewichtslehre, 3-D-Simulationen von Vertigo - und ein privates Fanal: Wallenda wolle endlich "die tragische Geschichte seiner Familie abschütteln".

"Die fliegenden Wallendas" hießen sie, gegründet von Karl, einem Magdeburger. 1928 kamen sie in die USA, wurden berühmt mit ihrer menschlichen "Pyramide" aus sieben Akrobaten auf dem Seil. Über die Jahre starben ein halbes Dutzend Familienmitglieder bei Stürzen, zuletzt Karl selbst, in Puerto Rico.
"Ich will jetzt nur noch ankommen"
Nik Wallenda läuft auf dem Seil seit er zwei ist. Von den Niagarafällen träumte er schon als Sechsjähriger, als er sie zum ersten Mal sah. Auf halbem Weg, über dem brodelnden Wasserschlund, wird es wacklig und brenzlig. Wallenda verschwindet in einer Wolke. Übers Funkmikrofon ist zu hören, wie er zu beten beginnt: "Vater unser, du bist mein Retter, danke Jesus." Sein Vater fragt ihn nach seinem Befinden. "Nass", ächzt er. "Wirklich nass."
Sein Schritt wird langsamer. "Ich bin erschöpft. Nicht nur geistig, auch physisch. Ich werde schwach. Ich will jetzt nur noch ankommen."
Das Ende kommt in Sicht - der Table Rock auf der kanadischen Seite, wo seine Frau und zwei Kinder schon warten. Er leckt sich die Lippen, kniet nieder, genießt den Jubel der Massen, immer noch hoch über dem Wasser. Die letzten Meter legt er im Laufschritt zurück.
Auf festem Boden begrüßen ihn zwei Beamte des kanadischen Zolls. "Willkommen in Kanada", sagt der eine, "kann ich bitte Ihren Pass sehen?" Wallenda zieht eine Plastiktüte aus der Tasche, in der er tatsächlich seinen US-Pass hat. "Was ist der Anlass Ihrer Reise?", fragt die Zollbeamtin. Wallenda grinst und antwortet: "Menschen auf der ganzen Welt zu inspirieren."


Akrobat balanciert über die Niagarafälle

Von Gisela Ostwald, dpa


Niagara Falls/New York (dpa) - Nik Wallenda, Urenkel eines deutschen Zirkusakrobaten, hat als erster Mensch die Niagarafälle an ihrer schönsten und gefährlichsten Stelle überquert.
Dort, wo die Wassermassen des Niagaraflusses 58 Meter in die Tiefe stürzen, balancierte der 33-Jährige in der Nacht zum Samstag vor den Augen der Welt auf einem dünnen Drahtseil in schwindelerregender Höhe über den Abgrund. Immerhin war er mit einem Gurt gesichert.
Niemand vor Wallenda hat sich je über diesen Teil des Naturwunders gewagt, die hufeisenförmigen Horseshoe Falls auf der kanadischen Seite. Mehr als hundert Jahre liegen zurück, seit die Behörden überhaupt einem Stunt zustimmten. Als bisher letzter spannte der 21-jährige James Hardy 1896 sein Seil, allerdings weiter flussabwärts an einer seichteren Stelle.
Wallenda träumte seit seiner Kindheit von dem Abenteuer. Zwei Jahre kämpfte er gegen die Mühlen der Bürokratie, bis er die Genehmigung der USA und Kanadas in der Tasche hatte. An seinem großen Tag wirkte er ruhig und gelassen, als er im Scheinwerferlicht auf die Plattform trat, unter sich rund hunderttausend Zuschauer. Fernsehkameras übertrugen auch das Gebet, das Wallenda noch kurz vor dem tollkühnen Akt im Kreis seiner Frau und der drei Kinder sprach.
Dann war es so weit. Verlegen lächelnd schnallte sich Wallenda den Sicherheitsgurt an, der ihm im Notfall das Leben retten soll. Der TV-Sender ABC hatte darauf bestanden. Er wollte seinen Zuschauern ein Happy End bieten, keinen Sturz in den Tod. Und ABC beteiligte sich an den Kosten von rund 1,3 Millionen Dollar (1,03 Millionen Euro), die der Akrobat sonst alleine hätte tragen müssen.
Seine Familie, die berühmten «Flying Wallendas», arbeiten traditionell ohne Netz und doppelten Boden. Ihr Mut fordert aber auch immer wieder seinen Tribut. So starb Urgroßvater Karl, ein gebürtiger Magdeburger, 1978 bei einem Drahtseilakt in Puerto Rico. Ein Vierteljahrhundert später widmete ihm Urenkel Nik sein bisher größtes Wagnis: «Karl Wallenda, mein Held», sagte er, als er endlich wieder festen Boden unter den Füßen hat. Die nächste Mutprobe, die Überquerung des Grand Canyon, hat der Junior bereits ins Auge gefasst.
Mit leichter Verspätung setzte Nik den Fuß aufs Seil. Eine am Kopf befestigte Minikamera zeigte auf die knöchelhohen weichen Stiefel mit Wildledersohle, eine Handarbeit seiner Mutter, auch sie eine Akrobatin. Seine Balancierstange wog rund 20 Kilo und war an einem Gurt befestigt, der ihm um den Hals hing. Das Seil, nur fingerdick und schlüpfrig durch die Gischt, schwankte unter seinen Schritten. Von allen Seiten der Wind, unter ihm die Fluten.
Vater Terry ermunterte ihn. «Gut so, Nik», sagte er über die Mobilfunkverbindung. «Ein unglaublicher Ausblick. Was für ein Segen. Es ist einfach atemberaubend», erwiderte der Sohn. Auf halber Strecke, an der niedrigsten Stelle des Seils, hörte man den Akrobaten beten. Der Wind komme von allen Seiten. Er sei erschöpft, «geistig und körperlich». Er fühle sich schwach, seine Hände würden taub.
Kurz vor dem Ziel kniete Wallenda auf dem Seil nieder, streckte einen Arm triumphierend in die Höhe und warf Handküsse in die Luft. Die Menschen unter ihm atmeten auf, klatschten und jubelten. Die letzten Schritte lief er auf dem Seil, der Familie entgegen. Als eine kanadische Grenzerin ihn um seine Ausweispapiere bat, holte der Akrobat seinen in Plastik verpackten US-Pass aus der Tasche. «Und was ist der Grund Ihrer Einreise?» «Ich will Menschen in aller Welt inspirieren», antwortete Wallenda. «Folgt Euren Träumen und gebt niemals auf!».


Dienstag, 22. November 2016

Diese Angst vor Alzheimer ist wie ein Schreckgespenst...Eine Angst, die einem Hirngespinst folgt.



„Diese Angst vor Alzheimer ist wie ein Schreckgespenst, das sich tief in unsere Köpfe und Herzen eingegraben hat. Eine Angst, die einem Hirngespinst folgt.“
So formuliert es der amerikanische Neurologe Peter J. Whitehouse, der nach einer Bewertung der Fachzeitschrift Journal of Alzheimers Disease von 2009 zu den Top-100-Spezialisten in der Alzheimerforschung weltweit zählt.
Whitehouse wagt, was von den 25.000 Forschern weltweit bislang niemand gewagt hat:
Er behauptet, Alzheimer sei die Erfindung einer millardenschweren Industrie. Und er geht noch weiter. Denn er prangert das Alzheimer-Imperium an, das mit immer neuen Behandlungsansätzen und Erklärungmodellen die Angst weltweit schürt.



Diese Bilder und Zeichnungen geben der ganzen Alzheimer- Lüge einen wissenschaftlichen und damit unangreifbaren Status. Was aber niemand dazu sagt: Diese eindeutige Alzheimer-Diagnose kann man bis heute nur durch eine Autopsie feststellen. Alles andere ist Mutmaßung! Für ein Leben ohne Panik und Angst vor diesem Feind gibt es neu „Geistig FIT fürs ganze Leben“ – jetzt GRATIS anfordern!
Alzheimer sei ansteckend ... Alzheimer sei genetisch bedingt – alles Unsinn! Und wie wir gleich noch sehen werden, gefährlicher Unsinn: entgegen der Pharma-Mafia ist der Weg zum Schutz vor normalen Verfall viel einfacher und angenehmer, als man uns glauben lässt! Lassen Sie mich Ihnen noch mehr erzählen ...
Denn was mich wirklich auf die Palme bringt, ist das, was die „Experten“ 2010 in der Fachzeitschrift Lancet Neurology vorschlagen: Sie wollen Morbus Alzheimer neu definieren.
Das Ziel dahinter ist klar – und es ist ein Skandal!






Es geht der Pharma-Industrie darum, noch mehr Menschen noch viel früher zu Alzheimer-Patienten zu machen. Da wundert es einen auch nicht, dass die Verfasser der Studie allesamt gute Beziehungen zur Pharma-Industrie haben und auf der Gehaltsliste der Pillendreher stehen. Denn der fatale Irrtum, dem bisher alle wie die Lemminge folgen:
Es gibt für Morbus Alzheimer keine Diagnostik bei lebenden Patienten!
Die Wissenschaftler tappen im Dunkeln und behandeln Patienten gegen Demenz, ohne sicher zu sein, ob die überhaupt daran erkrankt sind oder jemals daran erkranken werden.


Hätten Sie es gewusst? Vor diesen 7 Feinden fürchtet sich Ihr Gehirn am meisten:



Der Schlüssel für geistige Fitness und ein gesundes Gehirn fürs ganze Leben liegt in diesem kleinen gelben Bereich




Die Feinde!



1. Stress:
Chronische Überlastung mindert die Gedächtnisleistung und führt zu demenzähnlichen Symptomen.
2. Faulenzen:
Schon nach fünf Tagen Nichtstun sinkt der IQ um fünf Punkte, das Gehirn schaltet auf Sparflamme.
3. Kranke Schilddrüse:
Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann zu Gedächtnisstörungen und Orientierungsproblemen führen.
4. Übergewicht:
Zu viel auf der Waage – zu wenig im Hirn!
5. Schlafsünden:
Wer regelmäßig unter sechs Stunden oder mehr als neun Stunden schläft, lässt sein Gehirn schneller altern.
6. Bratwurst & Co:
Die falschen Fette machen dumm und den Geist träge. Ihr Gehirn liebt ein ganz besonderes Fett aus tropischen Gegenden, das Sie in jedem Supermarkt kaufen können!
7. Alkohol:
Es kommt nicht auf die Menge an! Denn schon nach geringen Mengen wird Ihr Gehirn träge. Gedächtnisausfälle sind möglich.

Freitag, 30. September 2016

F.A. Popps Modell der Evolultion

F.A. Popps Modell der Evolultion

Das ist eine sehr erfrischende Nachricht. Diese Nachricht erfrischt den Geist, wie das frische Quellwasser oder 5D-Wasser den Körper.
Es ist F:A.Popps Evolutionshypothese:
"..dass die Gesamtheit aller Lebewesen ( die Biosphäre) als eine untereinander verbundene , sich gegenseitig entfaltende Einheit betrachtet werden muss, in welcher verschiedene Individuen und Populationen sich nicht nur um ihrer selbst willen entwickeln, sondern auch im Interesse der Gesamtheit aller lebenden Systeme. Es gibt ein globales Ziel, zu welchem das Leben als Ganzes ständig hinstrebt: die Erweiterung der Fähigkeit zur Kommunikation und Kooperation."
So beschreibt Popps Modell gleichzeitig die Entwicklung des Bewusstseins, von seiner rudimentärsten bis zur am höchsten entwickelten Form"
( Zitat aus: Marco Bischof: Biophotonen: Das Licht in unseren Zellen" Verlag 2001 )

Donnerstag, 29. September 2016

Prof. Dr. Fritz Albert Popp: Regulationsmedizin - Das Licht in unseren Zellen.

https://youtu.be/Ho1o4a7P4Hg




Prof. Dr. Fritz Albert Popp: Regulationsmedizin - die ...




Hochgeladen am 08.07.2009
Prof. Popp erläutert die Bedeutung der Biophotonen an folgendem Beispiel: Pro Sekunde sterben im menschlichen Körper 10 Mio. Zellen. Dies heißt umgekehrt, dass jede zehnmillionstel Sekunde ein Signal gesendet werden muss, das dafür sorgt, dass die abgestorbene Zelle ersetzt wird.
Die Regulationsdiagnostik stützt sich auf diese Zweckmäßigkeiten bzw. Optimierungsfunktionen der Natur. Eine dieser Optimierungen ist das Weber-Fechner'sche Gesetz, das sagt, dass sich die subjektive Stärke von Sinneseindrücken proportional zum Logarithmus der objektiven Intensität des physikalischen Reizes (Tasten, Sehen, Hören, elektrische Reize) verhält.
Prof. Popp beschreibt, warum dies bedeutet, dass man mit konsequenter Anwendung des Weber-Fechner'schen Gesetzes die Gefühlswelt misst. Mit Gefühlen beginnen Krankheiten, nicht erst, wenn Biochemiker Entgleisungen diagnostizieren können. Vergleichen Sie dies mit Schmerzen - eine Schmerzempfindung kann man von Außen nicht sehen, obgleich der Betroffene heftig davon beeinträchtigt sein kann.
Die Meßwerte der Regulationsdiagnostik werden mit Hilfe der Faktorenanalyse auf Kriterien wie Kohärenz, Balance, Befund des Bindegewebes ("Matrix"), Befund der Organzellen und Verfügbarkeit von Regulationsenergie geprüft, womit eine genaue Diagnose möglich ist. Die Regulationsdiagnostik kann so die Wirksamkeit verschiedenster Therapien und Maßnahmen demonstrieren, auch bisher nicht anerkannter Verfahren wie z.B. der Akupunktur. Außerdem kann sie aus den Befunden der Faktorenanalyse Therapievorschläge machen.
Mehr Infos und viele weitere interessante Videos finden Sie unter http://www.dvd-wissen.com


https://youtu.be/R30YKfEuyo0






Montag, 26. September 2016

Gesund beginnt im Mund – Fakten gegen Mythen-Zahnweißsystem mit Chlordioxid

http://www.tagderzahngesundheit.de/statements/pressemitteilung/




Presseinformation des Aktionskreises zum Tag der Zahngesundheit vom 20. September 2016

Gesund beginnt im Mund – Fakten gegen Mythen


Der Tag der Zahngesundheit am 25. September steht dieses Jahr unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – Fakten gegen Mythen“. Drei Kernaussagen wurden auf der Auftaktpressekonferenz am 20. September in Berlin vorgestellt: Prophylaxe wirkt – das ist Fakt, wie die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) mit Verweis auf die aktuelle Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) belegt. Mythen sind zäh – und können (nicht nur) der Mundgesundheit Schaden zufügen, so Prof. Dr. Stefan Zimmer von der Universität Witten-Herdecke. Die zahnmedizinische Versorgung für gesetzlich Versicherte ist in Deutschland auf einem vergleichsweise hohen Niveau – auch das ist Fakt, so der GKV Spitzenverband.
„Die Ergebnisse der DMS V sprechen für sich“, sagte BZÄK-Vizepräsident Prof. Dr. Dietmar Oesterreich: „Zahnärzte sind in der Prävention erfolgreich.“ Die Anzahl kariesfreier Gebisse bei den 12-Jährigen habe sich zwischen 1997 und 2014 verdoppelt. „Fast alle Mundgesundheitsziele, die sich die Bundeszahnärztekammer für das Jahr 2020 gesetzt hat, sind bereits jetzt schon erreicht. Der Erfolg der zahnärztlichen Präventionskonzepte macht es sinnvoll“, so Oesterreich, „die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde bei gesundheitspolitischen Präventionsstrategien immer mit zu berücksichtigen.“
Auf die Gefahren für die Mund- und Allgemeingesundheit durch Fehlinformationen verwies Prof. Dr. Stefan Zimmer, Universität Witten-Herdecke, anhand von fünf Beispielen. So gäbe es Mythen im Zusammenhang mit Putzdauer, Schwangerschaft, Vererbbarkeit von Karies, Karies-Infektion oder auch mit Milchzähnen. „Milchzähne benötigen tatsächlich intensive Pflege. In die Zeit der Milchzähne fallen die wichtigsten Entwicklungen des Kindes“, so Zimmer, „vorzeitig verlorene Milchzähne führen zu Störungen der gesunden Entwicklung.“
Auf ein gängiges Vorurteil, mit dem sich die Krankenkassen konfrontiert sehen, verwies Dr. Michael Kleinebrinker, Referatsleiter beim GKV-Spitzenverband. Dass der zahnmedizinische Fortschritt durch die Krankenkassen nicht berücksichtigt werde, gehöre in den Bereich der Mythen. Der Blick auf die Nachbarländer mache deutlich: „Der zahnmedizinische Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland gehört zu den umfassendsten, die es auf der Welt gibt“, so Kleinebrinker. Auch wenn es immer Verbesserungsbedarf gebe, sei der erreichte Status durchaus gut so, wie er ist.
Das Fazit aller Referenten: Seit mehr als 25 Jahren trage der Tag der Zahngesundheit mit seinen tausenden Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet dazu bei, aufzuklären und die Fakten und Botschaften rund um die Mundgesundheit kraftvoll zu verstärken.








Mundflora, Bakterien, Viren und Pilze im Mund, Zahnmedizin

Unter Mundflora versteht man die Gesamtheit der Kleinstlebewesen, die Mundschleimhäute und Zahnoberflächen besiedeln.
Die besten Voraussetzungen für gesunde Zähne ist eine gute Balance der Mundflora die auch als Bakterienflora bezeichnet wird, doch unter der Mundflora versteht man die Gesamtheit der in der Mundhöhle lebenden Mikroorganismen. Viele orale Mikroben (ca. 2/3) befinden auf der Oberfläche der Zunge bzw. die Mikroorganismen auf dem Zungenbelag sind als Kleinstlebewesen sehr zahlreich alsKeimreservoir auf der Zunge angesiedelt, sodass man auch von Zungenflora oder Mikroflora spricht, da Flora eine veraltete Bezeichnung ist. Die Mundflora wird in der Mundhöhle von hunderten Bakterienarten und Hefen besiedelt, die im Mundraum ein idealer Lebensraum mit stets gleichbleibend warmen und feuchten Bedingungen hat. Unter Hefen versteht man in der Zahnmedizin einzellige Pilze im Mundraum wie der Hefepilz mit dem Namen "Candida albicans" als Pilze im Mund, die sich durch Sprossung oder Teilung bzw. Spaltung vermehren und darum auch als Sprosspilze bezeichnet werden. Diese Mundflora hat eine wichtige Schutzfunktion gegen Krankheitserreger, die sich auch in der Mundhöhle einnisten möchten. Für Infektionskrankheiten durch Pilze der Gattung Candida wird in der ZahnmedizinSammelbegriff Kandidose verwendet, worunter der Pilz Candida albicansin in der Mundflora am häufigsten anzutreffen ist und auch alsKandidamykoseCandidosisCandidamycosis oder Candidiasis bezeichnet werden.  Der Begriff Soor (veraltet Moniliasis) oder Mundsoor(orale Candidose) wird hauptsächlich für Mundpilze verwendet, wenn nur die Haut bzw. die Mundschleimhaut im Mund davon betroffen ist. Eine besondere Bedeutung haben bei den Mikroorganismen die BakterienViren und Pilze im Mund. Die pathogenen Bakterien derMundflora, wie der Streptococcus mutans ist als Karieserreger einer der Auslöser für Zahn-Karies, den man in der Zahnmedizin selektiv versucht aus der Mundflora zu verdrängen. Die Besiedelung von Streptococcus mutans wird in der Mund-Flora erst nach der Geburt vonMenschen auf das Kind übertragen wenn  die ersten Zähne vorhanden sind und konzentriert sich im Besonderen auf die bakterielle Plaque,denn fast alle Karies verursachenden Bakterien bzw. Kariesbakterien sind Milchsäurebildner. Ein starkes Erkrankungspotenzial habenBakterien mit der Bezeichnung Actinobacillus (Actinomycetemcomitans), die für Zahnfleischerkrankungen verantwortlich und hochvirulent sind. Als Mykose wird eine Infektion der Haut oder Schleimhaut durch Pilze bezeichnet und sind Parasiten im lebenden Gewebe.

Gesunde Mundflora

Unter einer gesunden Mundflora wird die Gesamtheit der in der Mundhöhle angesiedelten Mikroorganismen verstanden, wo es sich um verschiedene Mundbakterien und Pilze im Mund handelt.
In der Mundflora leben aus über 300 Bakterienarten einige Milliarden Bakterien, denn nebst der optimalen Feuchtigkeit und den warmen Temperaturen haben diese Bakterien-Gattungen gute Bakterien-Nährstoffe aus Speiseresten, die sie verwerten und damit gut überleben und sich vermehren können. Die gesunde Mundflora setzt sich im Besonderen durch die verschiedener Bakterienarten Actinomyceten,Laktobazillen, Neisserien , Veilonella parvula und den verschiedenen Streptokokken wie Streptococcus mitisStreptococcus sanguis undStreptococcus salivarius zusammen, die in der Zahnmedizin auch als "Mikroorganismengemeinschaft" bezeichnet wird. Infektiöse Pilzorganismen als „Mikroorganismengesellschaften“ wie die Hefepilze bzw. CandidaDermatophyten oder Schimmelpilze kommen beimgesunden Mensch nur in Form als Schleimhautbesiedlungen die oberflächlich ist vor. Eine gut ausbalancierte Mundflora trägt zubiochemischen Prozessen bei, denn die Bakterien sind zusammen mit dem Mundspeichel für die ersten Verdauungsvorgänge der Nahrung zuständig, noch bevor die zerkauten Lebensmittel den Magen erreichen. Bei guter Mundflora gibt es weniger Zahnstein, denn die natürliche Mundflora fördert positive Bakterien erarbeiten im Mund ein gutes Millieu, sodass die Zähne mit dem Speichel zusammen gereinigt werden, womit auch Entzündungen vorgebeugt wird. Einige der Bakterien haben spezielle Eigenschaften und Anheftungsmechanismen entwickelt, damit sie sich an Zähnen, auf der Zunge und auf der Mundschleimhaut gut anhaften können.Gesunde Zähne brauchen eine gesunde Mundflora, denn die Mundbakterien haften in einem Biofilm auf den Zähnen wie auch auf denSchleimhäuten und der Zunge, wobei die meisten Bakterienstämme für den Mensch ungefährlich und nicht für Zahnkrankheitenund Erkrankung vom Zahnfleisch zuständig sind. Einige Bakterienarten in der Mundflora schützen das Zahnumgebende Gewebe vor schädlichen Eindringlingen und sorgen gleichzeitig für die unterstütztung der Immunabwehr und sind für einen gesunden Verdauungsprozess verantwortlich. Unter krankhaften Bedingungen kann die Besiedlung der Mundflora durch BakterienViren und Pilzenin der Mundhöhle zu Gunsten einzelner Erreger verschoben sein, sodass der Zahnarzt von einer Dysbakterie spricht, das eine Störung der physiologischen Bakterienflora der Mundschleimhaut ist. Jede Veränderungen der Mundflora kann vermehrt zu ParodontoseGingivitis,ParodontitisMundgeruch (Halitosis) und oder auch Kariesbildung führen, was im Besonderen bei der Schwangerschaft durch dieSchwangerschaft-Gingivitis erfolgt.

Dienstag, 13. September 2016

Heilen aus der der ganzheitlicher Sicht des Ali Erhan

https://youtu.be/kVDbnvqQ--M






Veröffentlicht am 12.09.2016
Im Interview mit Robert Stein legt Ali Erhan dar, warum er den BACK2HEALTH Kongress initiert hat. Er erklärt aus seiner ganzheitlichen Sicht wie man krank wird und worin die Chance liegt wieder zu gesunden. Dabei spielt die Macht des Geistes eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen. Interessant sind auch seine Annahmen wie Allergieren und Unverträglichkeiten entstehen und auch weder gelöscht werden können, sowie ein übergeordneter Gedanke warum Hanföl bei so vielen lebensbedrohlichen Krankheiten helfen kann. www.akasha-congress.com

Mittwoch, 13. April 2016

Todkranke Nina Zacher (46) verfasst ihre letzte Botschaft

http://www.tz.de/muenchen/stadt/todkranke-nina-zacher-46-verfasst-ihre-letzte-botschaft-6296821.html

Der Horror im eigenen Körper

Todkranke Nina Zacher (46) verfasst ihre letzte Botschaft

München - Nina Zacher leidet an ALS - die heimtückische Krankheit ist unheilbar, die Patientin ist in ihrem Körper gefangen. Auf Facebook hat die Wirtin von der Sankt Emmeramsmühle nun ihre Abschiedsbotschaft gepostet.
Buchstabe für Buchstabe, zweieinhalb Tage lang, hat Nina Zacher (46) ihre wahrscheinlich letzte Botschaft geschrieben. Mit einem augengesteuerten Computer hat sie jeden Buchstaben einzeln ausgewählt, Fehler verbessert, an ihren Worten gefeilt. Zwischendrin musste sie immer wieder Pausen machen. Am Samstag um 19.53 Uhr veröffentlicht sie auf Facebook ihre voraussichtlich letzte Nachricht.

Nina Zacher, die Wirtin von der Sankt Emmeramsmühle, ist seit 2012 unheilbar an ALS erkrankt (tz berichtete). Ihr Geist ist wach, doch Nina ist gefangen in ihrem Körper. Ihre Muskeln sind verkümmert, die Gelenke sind erstarrt, der ganze Körper krampft. „Meine Sprache ist bis auf ein unverständliches nicht mehr wahrnehmbares Krächzen unwiederbringlich verstummt“, schreibt Nina. Über 2300 Mal wurde dieser Facebook-Post binnen 24 Stunden geteilt. Freunde – und auch Fremde – schreiben Nina, dass sie ein Vorbild ist und sie täglich an sie denken.

Nina will sterben und ihrem Leiden ein Ende setzen

Nina und ihre Familie wissen, dass ihre Zeit gekommen ist. „Wir rechnen täglich damit, dass sie morgens nicht mehr aufwacht“, sagt ihr Mann Karl-Heinz Zacher (46), dem Nina unlängst einen rührenden Brief geschrieben hatte. Ninas Körper funktioniert nicht mehr, aber ihr Geist ist gesund. „Sie kann sich nicht mehr selbst bewegen. Jede Bewegung muss von außen durchgeführt werden. Die Kommunikation ist schwierig geworden, doch wir haben eine Routine darin. Ich frage ab, was ihr fehlt, was sie möchte“, erklärt Karl-Heinz Zacher.

St. Emmeramsmuehle+
Seit 22 Jahren sind Nina und Karl-Heinz ein Paar. Ihre vier Kinder sind 4, 7, 12 und 14 Jahre alt. Manchmal erzählt eines der Kinder eine lustige Geschichte aus der Schule. Dann muss die ganze Familie lachen. „Diese Momente des Glücks dauern nur einen Augenblick. Meine Frau erträgt den Horror in ihrem Körper 24 Stunden täglich“, sagt Karl-Heinz Zacher. Nina wünscht sich, dass dieses Leiden bald vorbei ist. Sie will sterben. „Wir sind diesen langen Weg gemeinsam gegangen. Natürlich will ich nicht, dass Nina stirbt, aber auch nicht, dass sie das alles noch länger erleiden muss. Ich respektiere, was meine Frau möchte“, sagt Karl-Heinz Zacher.
Als Nina noch sprechen konnte, hat sie ein Video aufgenommen und Ende 2015 im Internet veröffentlicht. „Manches zu toppen was ich erlebt habe, wäre fast unmöglich. Deshalb kann ich rückblickend sagen, es war ein gutes Leben“, sagt sie darin. Dieses Leben soll nicht durch Maschinen verlängert werden. So wünscht es sich Nina. Und bis zum Ende will sie bei ihrer Familie daheim sein.
Nina Zacher entschuldigt sich bei all jenen, denen sie nicht mehr auf ihre Nachrichten antworten kann. Sie wird es nicht mehr schaffen. „Mit den meisten meiner Gedanken bin ich jetzt alleine und ich kann sie nicht mehr mitteilen“, schreibt Nina. Dabei sind gerade jetzt so viele Menschen wie noch nie mit den Gedanken bei ihr.

Nina schreibt über...

… Ihren Zustand: „Ich bin täglich auf ein Neues überrascht, wie es möglich ist, immer noch am Leben zu sein. (…) In der Kommunikation mit mir und meinen bereits auf ein unerträgliches Minimum reduzierten Bedürfnissen, ereignen sich oft wahre Dramen, weil man mich nicht mehr versteht.“ Bei einer Größe von 1,78 Metern wiegt Nina Zacher noch knapp 35 Kilo. „Meine spitzen Knochen bohren sich durch das Liegen langsam durch meine Haut und ich kann nicht mal mehr schreien. Ich bin verzweifelt, leide aber an solcher Atemnot, dass ich mir – um nicht Panik zu bekommen – Tränen nicht erlauben darf.“
… Freunde und Nachbarn: „Mein Geburtstag vor zwei Wochen war eine extrem bittere Enttäuschung.“ Nina beklagt, dass selbst an ihrem offensichtlich letzten Geburtstag die Menschen nur eine elektronische Nachricht schreiben. „Dennoch hätte ich mich so sehr über ein, zwei kleine, bunt verpackte Sinnlosigkeiten gefreut.“ Die Nachbarn passen Besuche ab, um zu erfahren, wie es Nina geht. Aber sie waren noch nie bei den Zachers, um zu helfen. „Ich würde mich schämen.“
… das Sterben: „So leicht stirbt man nicht, sagte meine Mutter immer. (…) Nicht nur das, den Tod muss man sich verdienen, das weiß ich jetzt. Denn zwischen der Erkenntnis, dass man bald sterben wird, bis man es tatsächlich geschafft hat, liegt ein meist langer, qualvoller Weg.“ Nina erinnert daran, dass täglich Menschen diesen letzten Weg gehen – oft allein und hinter verschlossenen Türen, so dass es niemand mitbekommt. Eine Seelsorgerin hat Nina besucht, obwohl sie vor vielen Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten ist. Dafür ist Nina dankbar. „Nächstenliebe, Mitgefühl und etwas für jemanden tun, ohne stets nur an seinen eigenen Vorteil zu denken, können nur die wenigsten Menschen, die ich einmal kannte.“

Liebe Botschaften für todkranke Nina: "Du bist so stark"

Seit Wochen verfolgen Menschen in Deutschland die Facebook-Botschaften der todkranken Nina Zacher. Vor allem auf ihre letzte bekommt sie herzliche Nachrichten zurück.

tz-Stichwort ALS

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) tötet nach und nach die Nerven, die Muskeln steuern. Die Krankheit lähmt Arme, Beine, Zunge – später auch die Atmung. Geistig bleiben die Patienten voll da. Die Ursachen der Krankheit sind unerkannt, überhaupt ist ALS wenig erforscht. In Deutschland leiden etwa 7000 Menschen an der unheilbaren Nervenkrankheit. Der Maler Jörg Immendorff († 61) starb 2007 an ALS. Der Astrophysiker Stephen Hawking (74) leidet an einer Form mit einem extrem langsamen Verlauf. Den meisten Patienten bleiben nach der Diagnose vier bis sechs Jahre zu leben.
Nina Zacher bittet um Spenden für das Palliativteam, das sie betreut: „Behütet leben und sterben“,
IBAN:DE957025 0150 0010 546604,
Kreissparkasse München Starnberg, BIC: BYLADEM1KMS

http://www.tz.de/muenchen/stadt/bogenhausen-ort43345/todkranke-wirtin-schreibt-ihrem-mann-ruehrenden-brief-5966373.html
Emmeramsmühle

Todkranke Wirtin schreibt ihrem Mann rührenden Brief


Emmeramsmühle
München - Nina Zacher ist unheilbar krank, schon bald wird sie sterben. Bevor es soweit ist, hat sie ihrem Mann einen letzten Brief geschrieben - und er hat geantwortet.
Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit, manche Paare haben sich dann nichts mehr zu sagen. Nina (45) und Karl-Heinz (46) Zacher, die Wirtsleute der Emmeramsmühle, sind anders. Sie leben jeden einzelnen Tag so, als wäre es der letzte. Denn die Zeit verrinnt ihnen zwischen den Fingern. Nina hat ALS, sie wird bald sterben. Sie hat ihrem Mann einen Brief geschrieben: „Was ich Dir noch sagen wollte.“ Er hat geantwortet.
„Lieber Kalle, wenn ich an unsere Anfänge denke, sehe ich dich auf meinem Sofa sitzen“, schreibt Nina im Magazin myself. Kalle habe ihr beim Umzug geholfen – und sei einfach geblieben. „Jetzt, 21 Jahre später, haben wir vier Kinder. Und ich werde bald sterben.“ Erste Symptome kamen vor fast vier Jahren, bis zur Diagnose vergingen Monate. „Amyotrophe Lateralsklerose“, eine unheilbare Nervenkrankheit. Ninas Zellen werden zerstört, ihr Geist ist wach dabei. „Meine Arme und Beine sind gelähmt, das Atmen ist mühsam und meine Stimme wird versiegen.“
Manchmal will Nina nicht mehr. Vor sechs Monaten teilte sie ihre Gedanken im Internet mit: „Ausziehen“ würde sie ihren Körper am liebsten. „Wie ein zu enges, unbequemes, kratziges Kleid und mir ein neues nehmen, ein schönes leichtes, buntes, das mit dem Wind tanzt.“ Sie weiß, dass das nicht geht.
Ohne Karl-Heinz geht gar nichts mehr. „Ich bin total abhängig von Dir und es hat mich Überwindung gekostet, Deine Hilfe zuzulassen“, schreibt Nina. „Du musst mich tragen, füttern und waschen.“ Karl-Heinz schreibt: „Ich will Dir immer das Gefühl geben, dass Du nicht von mir abhängig bist. Ich frage viel, damit Du um wenig bitten musst.“
Hält eine Beziehung das aus? „Du warst nie ein Mädchen, sondern immer eine starke Frau“, schreibt Karl-Heinz. „Ich weiß, dass wir auch das jetzt gemeinsam bewältigen können.“ Nina schreibt: „In guten wie in schlechten Zeiten – das ist der Deal. Ich würde dasselbe für Dich tun.“ Und dennoch: Das Miteinander hat sich verändert. Nina an Karl-Heinz: „Ich vermisse Deine Unbefangenheit – es ist, als ob ein Schleier über Dir liegt. Manchmal denke ich, dass ich Dir lästig bin.“ Karl-Heinz sagt, es sei ihm wichtig, dass der Alltag reibungslos laufe. „Du sagst, ich sei jetzt manchmal genervt. Aber Du weißt doch, dass ich nie deinetwegen gestresst bin.“
Als Nina noch laufen konnte, waren die beiden viel unterwegs: Ibiza, Ägypten, Nevada. Nina schreibt heute: „Wir leben viel in der Vergangenheit, schauen Videos an, man sieht mich mit den Kindern basteln und tanzen. Wir leben von Erinnerungen.“ Karl-Heinz hat lange gehofft. Doch als die Diagnose kam, war da nur dieses eine Bild im Kopf: ALS-Kranke, Rollstuhl, Beatmungsschlauch. Heute sagt er: „Wir sind jetzt auf einer Insel. Um uns herum läuft das Leben der anderen weiter.“ Nina und er lachen viel in diesen Tagen. Und das in einer Situation, „in der man eigentlich nur noch heulen könnte.“
Tobias Scharnagl

http://www.tz.de/muenchen/stadt/tapfer-nimmt-nina-zacher-abschied-leben-als-6117779.html

So tapfer nimmt Nina Abschied vom Leben

München - Nina Zacher (45) leidet an ALS und wird bald sterben. Auf Facebook lässt die todkranke Münchnerin Bekannte und Freunde an ihrem tapferen Abschied vom Leben teilhaben. 
Der Facebook-Post, in dem Nina Zacher ihren Tod ankündigt, „gefällt“ 2130 Menschen. „Es ist so weit …“ steht da, es folgt ein langer Text. Nina Zacher, 45 Jahre alt und seit 2012 unheilbar an ALS erkrankt, hat ihn selbst verfasst. Vier Stunden lang hat sie dafür mit einem kleinen Stift im Mund auf die Tastatur ihres Smartphones getippt. Ist auf dem glatten Display abgerutscht, hat ein T statt eines R erwischt, weil diese Buchstaben direkt nebeneinanderliegen auf der Tastatur. Hat ganze Sätze wieder gelöscht, umformuliert, neu geschrieben. 2730 Zeichen hat Nina sich so abgerungen, 2730 Mal unbeugsamer Wille. Deswegen haben die Menschen „gefällt mir“ geklickt. Nicht, weil ihnen gefällt, dass Nina Zacher stirbt. Sondern weil sie bewundern, wie Nina mit dem Tod umgeht.
Nina Zacher postet das am 4. Februar um 12.46 Uhr. Sie weiß, dass ihre Zeit gekommen ist. „Wir rechnen nicht mehr in Monaten, auch nicht in Wochen“, sagt ihr Mann Karl-Heinz (46) eine Woche später am Telefon. „Wir rechnen in Tagen.“ Er hat auf Lautsprecher geschaltet, seine Frau sitzt im Rollstuhl neben ihm und lauscht. Die Kinder – 4, 7, 12 und 14 Jahre alt – sind nicht zu Hause. „Wir gehen offen mit ihnen um“, sagt Karl-Heinz. „Sie verarbeiten das auf ihre Weise.“
"Was jetzt kommt, kann sich jeder halbwegs gebildete Mensch denken und wie es mir damit geht, sollte ebenfalls klar sein. Es ist wirklich grausamer als ich mir das Ende (…) vorgestellt habe. Warum ich das in absolut vollem Umfang erleiden muss, ist mir ein Rätsel und wie zäh ich immer noch durchhalte ebenfalls."
Verstecken, einigeln, ihre Krankheit verschweigen – das war nie eine Option für Nina Zacher. Sie will Menschen aufrütteln, anderen ALS-Patienten Kraft und Halt geben. Den Tod als großes Tabu unserer Zeit in die Facebook-Timelines der Menschen bringen – und damit in deren Kopf. „Meine Frau war auch vor der Krankheit sehr extrovertiert“, sagt Karl-Heinz. „Diese Offenheit hat sie beibehalten.“
"Ich sitze hier hilflos und bewegungslos, wie dauerhaft in Fesseln gelegt, möglichst tapfer um die letzte so wertvolle Zeit mit meinen Kindern zu verbringen, bei völlig wachem Geist aber fast unfähig zu sprechen."
„ALS gilt als schmerzfreier Tod. Das ist Schwachsinn“, sagt Karl-Heinz. Nina Zacher hat unfassbare Schmerzen. Die Krankheit lässt ihre Muskeln verkümmern, Gelenke erstarren, der ganze Körper krampft. Ohne Morphium-Pflaster geht es längst nicht mehr. Nina ist vollständig gelähmt, das Sprechen fällt schwer, sie verbringt ihre Tage im Bett oder im Rollstuhl. Aufstehen, anziehen, essen, waschen – nichts geht mehr ohne Hilfe. Ihr Mann sagt: „Der eigenen Frau täglich beim Sterben zusehen – das ist eine harte Prüfung.“
"Ja auch wenn man bald sterben wird, steht die Welt leider nicht still, nicht einmal für kurze Zeit. Die ganz normalen Probleme, Schule etc. gehen schonungslos weiter. Der Wahnsinn des Alltags tobt weiter als wenn gar nichts wäre, während ich langsam verhungere und immer schwerer Luft bekomme."
Beim Frühstück und Abendbrot mit den Kindern am Tisch sitzen – es gibt sie noch, die schönen Erlebnisse in Ninas Leben. „Die Frage ist dann: Wie viel davon hält man aus?“, sagt Karl-Heinz. Körperlich und psychisch. Immer im Hinterkopf, dass hinter der nächsten Ecke der Tod lauert. Jemand räuspert sich, krächzt: „Loslassen fällt unheimlich schwer.“ Nina Zacher ist noch da. Irgendwann muss sie loslassen – und die Familie muss sie loslassen. Dass Maschinen und Schläuche sie am Leben halten, hat Nina schon vor Jahren ausgeschlossen.
"Gerade jetzt, wo ich noch dazu weiß, wie es sich anfühlt, wäre es irgendwie schizophren, wenn ich mich für solch ein Leben entscheiden würde, das ein jeder von Euch doch insgeheim auch so sehr fürchtet. Ein Leben in totaler Abhängigkeit (…) Im gesellschaftlichen Abseits der fassungslosen, erschrockenen Blicke der meist unsensiblen und respektlosen Mitmenschen ausgeliefert sein – von einer Maschine beatmet …"
Eine harte Lektion, die Nina Zacher lernen musste: Freundschaften sind vergänglich, besonders wenn Krankheit und Tod Thema werden. „Wenn es hart auf hart kommt, trennt sich die Spreu vom Weizen“, sagt Karl-Heinz. „Viele Freunde brechen weg.“ Nur wenige bleiben übrig. „Sehr wenige“, ergänzt Nina.
"Der Tod macht mir mittlerweile – und nach allem, was ich in den letzten vier Jahre erleben und ertragen musste – gar keine so große Angst mehr. Denn das langsame Sterben, das ich jetzt erlebe, ist das eigentlich Schreckliche."
Nina plant jetzt ihre Beerdigung. Sie weiß schon, welches Lied gespielt werden soll. Die Band Saitenverhältnisse hat einen Song von Sarah Connor gecovert. Eine Freundin, Mirijana Leitl, singt. Der Titel des Songs: Das Leben ist schön.
Der Song wird am 19. Februar veröffentlicht. Der Erlös geht an das Palliativ-Team, das Nina betreut. „Behütet leben und sterben“, IBAN: DE95 7025 0150 0010 5466 04, Kreissparkasse München Starnberg, BIC: BYLADEM1KMS

Liebe Botschaften für todkranke Nina: "Du bist so stark"

Seit Wochen verfolgen Menschen in Deutschland die Facebook-Botschaften der todkranken Nina Zacher. Vor allem auf ihre letzte bekommt sie herzliche Nachrichten zurück.

tz-Interview mit Brigit Reindl, Leiterin Soziale Arbeit im Christopherus-Hospiz

Was wünschen sich Todkranke?
Birgit Reindl: Wenn die Zukunft begrenzt ist, ändern sich oft die Prioritäten. Der eine möchte noch ins Disneyland, der andere will einfach nur noch einmal die Sonne auf der Haut spüren. Aber keiner will einsam sein. Jeder will bis zum Ende als Mensch wahrgenommen werden.
Manche Sterbenskranke wollen aber am Ende ihres Lebens niemanden mehr sehen.
Reindl: Auch diesen Wunsch sollten Sie respektieren. Signalisieren Sie aber auch, dass Sie da sind. Schreiben Sie zum Beispiel einen Brief oder rufen Sie an und fragen Sie, ob er Sie sehen möchte. Viele Menschen wenden sich aus Unsicherheit von einem Sterbenskranken ab. Allein sein zu müssen ist das Schlimmste für jemanden, der begrenzt Zeit zu leben hat.
Manche wissen wohl einfach nicht, was sie machen und was sie sagen sollen …
Reindl: Bleiben Sie einfach authentisch als Person. Das Schwierigste kommt sowieso, wenn man nicht mehr mit dem Rollstuhl zusammen rauskann, wenn das Reden schwerfällt. Dann, wenn man zusammen schweigt und die Hand hält. Für jene, die einen geliebten Menschen gehen lassen mussten, ist es ein Geschenk, wenn sie bis zum Ende dabei sein konnten. Denn Abschiednehmen ist für beide Seiten ganz wichtig.

Stichwort ALS:

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) tötet nach und nach die Nerven, die Muskeln steuern. Die Krankheit lähmt Arme, Beine, Zunge – später die Atmung. Geistig bleiben die Patienten voll da. Die Ursachen sind unbekannt, die Krankheit ist wenig erforscht. In Deutschland leiden etwa 7000 Menschen an der unheilbaren Nervenkrankheit.
Tobias Scharnagl
Tobias Scharnagl
Tobias Scharnagl