Dienstag, 4. Juli 2017

Nachruf: Dr. Masaru Emoto – Wasser zeigt Gefühle

https://www.pravda-tv.com/2014/10/nachruf-dr-masaru-emoto-wasser-zeigt-gefuhle/

Nachruf: Dr. Masaru Emoto – Wasser zeigt Gefühle



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Am vergangenen Donnerstag, 16. Oktober 2014, ist der weltweit bekannte Wasser-Forscher Dr. Masuru Emoto verstorben. Emoto war besonders für seine Arbeiten mit Wasser und der Analyse von Wasserkristallen bekannt, in denen er die Auswirkung von Informationen sah, die dem Wasser auf unterschiedliche Art und Weise zugetragen wurden.
Einflüsse von Gedanken und Gefühlen, so Emoto, können von Wasser in Form von Informationen aufgenommen und gespeichert werden. Zu dieser Annahme gelangte Emoto in Experimenten, in denen er Wasserflaschen mit positiven oder negativen Botschaften und Begriffen (Liebe, Danke / Hass, Krieg usw.) beschriftete oder das Wasser entsprechenden akustischen Inhalten aussetzte.
Danke Dr. Masaru Emoto für sein Wirken und Sein. Seine letzten Worte waren laut OM Times“Arigato”. (Danke in Japanisch). Seine Frau soll beim ihm gewesen sein. Er sagte oft. “Life is LOVE which is a gift from God and parents, and DEATH is gratitude for going to a new dimension”. Emoto wurde im Juli 1943 in Yokohama geboren, ist verheiratet, hat 3 Kinder und 2 Enkelkinder. Er graduierte an der Universität von Yokohama im Fach-bereich Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Die Open 
Danke Dr. Masaru Emoto für sein Wirken und Sein. Seine letzten Worte waren laut OM Times“Arigato”. (Danke in Japanisch). Seine Frau soll beim ihm gewesen sein. Er sagte oft. “Life is LOVE which is a gift from God and parents, and DEATH is gratitude for going to a new dimension”. Emoto wurde im Juli 1943 in Yokohama geboren, ist verheiratet, hat 3 Kinder und 2 Enkelkinder. Er graduierte an der Universität von Yokohama im Fach-bereich Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Die Open International University verlieh ihm 1992 den Doktortitel in Alternativer Medizin.
Im Austausch mit amerikanischen Kollegen erfuhr er von dem in den USA entwickelten Microcluster Wasser und der Technologie der Magnetfeldresonanz-Analyse. In seiner Tokioer Praxis untersuchte er daraufhin jahrelang Patientendaten auf Gemeinsamkeiten bzgl. Krankheitsbild und Therapieverlauf.
Die Tatsache, dass der menschliche Körper zu siebzig Prozent aus Wasser besteht zu-grunde gelegt, führten seine weitergehende Überlegungen zu der Erkenntnis, dass somit ein Verstehen der Eigenschaften des Wassers (vorrangig des Bindungsverhaltens sowie der Speicherkapazität der Wassermoleküle in Bezug auf Energien) und eine gezielte Einwirkung darauf der kürzestmögliche Heilungsweg sein müsste. Seitdem gilt sein ganzes Streben dem Ergründen des wahren Wesens des Wassers – jenseits von chemischen Analysen und Nutzungsstrategien.
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(Ein von Emoto auf den Worten „Liebe und Dankbarkeit“ versehener Wasserkristall. Copyright/Quelle: masaru-emoto.net)
Emotos weltweite Wasser-Untersuchungen waren seit jeher von ungewöhnlichen Denk-ansätzen geprägt. In langjährigen Studien und komplexen Versuchsreihen zeigte er auf, dass sich die eigentliche Qualität des Wassers, die sich Laboranalysen entzieht, sich in seinen Eiskristallen jedoch offenbart. Und dies in einer für jeden nachvollziehbaren Deutlichkeit.
Seine Arbeit ist in den letzten Jahren weltweit auf großes Interesse gestoßen und Masaru Emoto erfuhr international Anerkennung in allen Schichten; vom “ganz normalen Menschen” bis hin zu universitären Kreisen veränderte Masaru Emoto unser Verständnis vom Wasser.
Video: Water, Consciousness & Intent: Dr. Masaru Emoto



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Mittwoch, 28. Juni 2017

Wie Darmbakterien unsere Gehirnfunktionen beeinflussen

https://das-gesundheitsplus.de/wie-darmbakterien-unsere-gehirnfunktionen-beeinflussen/

Wie Darmbakterien unsere Gehirnfunktionen beeinflussen


Darmbakterien-Gehirnfunktionen-Darmflora-Denken-Fühlen-Emotion


Unser Verdauungstrakt hat erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Gehirn, denn auch er verfügt über ein großes Geflecht von Nervenzellen. Genau genommen sind es über 100 Millionen Nervenzellen, die auch exakt so aussehen wie die im Gehirn.
Lange Zeit galt der Darm als reines Verdauungssystem. Wissenschaftler lüften jedoch immer mehr Geheimnisse rund um das größte innere Organ des Menschen. Es fungiert als komplexe Kommandozentrale und endokrines System. Die aktuelle Studienlage lässt den Schluss zu, dass der Darm in der Lage ist, Emotionen und psychische Krankheiten zu beeinflussen. Eine zentrale Rolle scheinen dabei die Darmbakterien zu spielen.

Der menschliche Darm ist das zweite Gehirn
Physiologisch ist es einfach zu erklären, warum der Darm eine so zentrale Rolle in unserem Körper einnimmt, denn der Verdauungstrakt und das Gehirn haben eine direkte Verbindung miteinander. Mit dem sogenannten Vagus-Nerv werden wichtige Informationen ausgetauscht. Die Kommunikation erscheint dabei recht einseitig, denn 80-90 % der Nervenfasern laufen vom Darm in das Gehirn. Sie sammeln sensorische Impulse unseres Bauchhirns und geben sie an die „Chefzentrale“ weiter, wo diese Informationen verarbeitet werden. Aber auch die sogenannten motorischen Fasern, die vom Gehirn zum Darm laufen, haben eine wichtige Funktion. Sie steuern die Verdauungsbewegungen, auch Peristaltik genannt.
Unser Verdauungstrakt hat erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Gehirn, denn auch er verfügt über ein großes Geflecht von Nervenzellen. Genau genommen sind es über 100 Millionen Nervenzellen, die auch exakt so aussehen wie die im Gehirn.
Der Darm verfügt zudem über die gleichen Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin. Bekanntermaßen spielen diese Neurotransmitter bei der Gefühlsverarbeitung eine wichtige Rolle.

Die Darmbakterien nehmen eine Schlüsselrolle ein
Darmbakterien sind bereits Jahrzehnte Gegenstand wissenschaftlicher Studien. Fest steht, die kleinen Mikroben sind in der Lage die Gesundheit in Hinblick auf Verdauung, Stoffwechsel und Allergien zu beeinflussen. Wissenschaftler überall auf der Welt sind aber davon überzeugt, dass der Darmflora eine noch größere Bedeutung in unserem Organismus zukommt. In zahlreichen Studien lieferten sie Hinweise darauf, dass die komplexe Zusammensetzung aus verschiedenen Bakterienarten und Billionen von Zellen eine wesentliche Rolle bei Angst, Depressionen und Autismus einnimmt.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Darmbakterien und Autismus?
Drei Viertel aller Menschen mit Autismus leiden gleichzeitig unter Verdauungsproblemen, Gluten-Empfindlichkeit oder Lebensmittelallergien. Diese Beobachtungen, die von Ärzten, Eltern und Forschern angestellt wurden, haben Wissenschaftler dazu inspiriert, zu untersuchen, welcher Zusammenhang zwischen Autismus und Darmbakterien besteht. Um eine wissenschaftlich relevante Aussage treffen zu können, wurden im Rahmen der Studien Kontrollgruppen gebildet. Im Verlauf der Untersuchungen wurden dann die Ergebnisse beider Gruppen miteinander verglichen.
Das Ergebnis: Das Mikrobiom von Autisten unterscheidet sich wesentlich von dem der Kontrollgruppe.
Der Mikrobiologe Sarkis Mazmanian von dem California Institute of Technology konzentriert sich dabei auf eine bestimmte Spezies der Darmbakterien, die Bacteroides fragilis. Sie wurde bei einigen autistischen Kindern nur in kleineren Mengen festgestellt. In der Studie von Elaine Y. Hsiao et. al. wurde anhand von Mäusen aufgezeigt, dass die orale Gabe von menschlichen Bacteroides fragilis die Darmpermeabilität, die mikrobielle Komposition und das Verhalten verbessert. Die Mäuse, die ähnliche Symptome wie bei Autismus aufwiesen, wurden weniger ängstlich, kommunizierten mehr mit anderen Artgenossen und zeigten weniger repetitives Verhalten.

Depression und Angstzustände- welche Rolle spielen Darmbakterien dabei?
Wissenschaftler haben sich in ihrer Forschung allerdings nicht ausschließlich auf Autismus fokussiert.
Sie trugen auch Beweise zusammen, die bestätigen, dass Darmbakterien Angst und Depression beeinflussen können.
Dabei hat der Gastroenterologieforscher Stephen Collins der McMaster University in Hamilton zwei Bakterienstämme identifiziert (Lactobacillus und Bifidobacterium), die Angst- ähnliches Verhalten bei Mäusen mindern können. Um den Beweis anzutreten, dass Darmbakterien einen Einfluss auf das Verhalten haben können, sammelte das Forschungsteam rund um Stephen Collins Darmbakterien von Mäusen, die anfällig für ängstliches Verhalten waren. Diese Mikroben übertrugen sie auf andere Mäuse. Daraufhin verhielten sich die eigentlich ausgeglichenen Tiere ebenfalls ängstlich.
Auch der Neurowissenschaftler John Cryan von dem Universitätskolleg Cork in Irland hat die Auswirkungen der zwei Bakterienstämme: Lactobacillus und Bifidobacterium auf Depressionen bei Tieren untersucht. In seiner Untersuchung verabreichte er Mäusen entweder den Bakterienstamm Bifidobacterium oder das Antidepressivum Lexapro. Anschließend versetzte er die Tiere in akute Stresssituationen. Dafür ließ er sie zum Beispiel in einem Wassertank schwimmen und rette sie erst unmittelbar vor dem Ertrinken. Das Überraschende: Die Darmbakterien und das Medikament zeigten beide Erfolge. Die Tiere hielten länger durch und die ausgeschütteten Stresshormone waren bei ihnen geringer. Experimente mit dem Bakterienstamm Lactobacillus zeigten ähnliche Ergebnisse.

Wie stellt sich die Studienlage in Bezug auf den Menschen dar?
Versuche an Menschen bedürfen zuvor einer ausgiebigen Testphase an Tieren. Es müssen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, die den Probanden schützen und die Ergebnisse unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen Standards abbilden. Daher beziehen sich die meisten Forschungen auf Mäuse. Allerdings gibt es auch einige Studien, die sich der Bakterienstämme und deren Nutzen für den Menschen widmen. Der Gastroenterologieforscher Stephen Collins hat beispielsweise Darmbakterien von ängstlichen Menschen in “keimfreie” Mäuse-Tiere transplantiert. Zuvor wurden die Eingeweide der Mäuse so präpariert, dass sie keinerlei Bakterien mehr enthielten. Das Ergebnis: Nach der Implantierung der menschlichen Bakterien verhielten sich die Tiere ebenfalls ängstlich.
Der Neurobiologe Phil Burnet ließ für seine ganzheitliche Untersuchung 45 gesunde Studienteilnehmer aussuchen. Einige von ihnen erhielten Präbiotika, entweder Fruktooligosaccharide (FOS) oder Bimuno®-Galactooligosaccharide (B-GOS). Die Kontrollgruppe nahm lediglich ein Placebo zu sich. Nach drei Wochen wurde mit Computertests die Verarbeitung von emotionalen Informationen überprüft.
Die Studienteilnehmer, die das B-GOS eingenommen hatten, reagierten auf negative Informationen weniger mit ängstlichem Verhalten, als die Probanden unter FOS oder Placebo. Dieser Effekt von B-GOS ähnelte der Wirkung von Antidepressiva und angstlösenden Medikamenten.
Zudem stellte sich unter B-GOS auch die Speichelkonzentrationen von dem Stresshormon Cortisol niedriger dar.
Der Forscher Mayer von der University of California, Los Angeles, führte eine weitere Studie durch. Gesunde Frauen aßen über einen Zeitraum von vier Wochen zweimal am Tag handelsüblichen Joghurt. Eine Kontrollgruppe nahm kein Probiotikum zu sich. Vor und nach dem Untersuchungszeitraum wurden bei den Probanden Hirnscans durchgeführt. Dabei wurden die Reaktionen auf verschiedene Bilder während des Scans beobachtet. Die Ergebnisse zeigten einen deutlichen Unterschied beider Gruppen. Die Frauen, die regelmäßig Joghurt zu sich genommen haben, reagierten deutlich ruhiger auf die Bilder als die Kontrollgruppe.

Welche Therapieansätze lassen sich daraus ableiten?
Noch ist nicht klar, wie genau Darmbakterien das Gehirn verändern. Forscher legen verschiedene Mechanismen dafür zugrunde. Dennoch reichen die Studienergebnisse aus, um zu belegen, dass Darmbakterien die Neurotransmitter wie Serotonin und Dopamin herstellen können, die sich wiederum maßgeblich auf unsere Stimmung und Psyche auswirken. Gute Bakterien können auch andere neuroaktive Substanzen erzeugen, die Angst und Depression positiv beeinflussen. Wissenschaftler wie Cryan haben in ihren Untersuchungen gezeigt, dass einige Darmbakterien sogar in der Lage sind, den Vagusnerv zu aktivieren.
Der Forscher Mazmanian ist von der Wichtigkeit der Darmbakterien in Bezug auf zukünftige Therapieansätze überzeugt. So gibt er an, dass die Untersuchungsergebnisse in Bezug auf Autismus darauf hindeuten, dass die Anpassung von Darmbakterien eine lebensfähige Behandlung für die Krankheit sein könnte. Und Cryan glaubt, das es mit einer tiefer gehenden Forschung möglich sei, zukünftig mit den Darmbakterien psychiatrische Störungen zu behandeln.
Das wäre tatsächlich ein ganz neuer nebenwirkungsarmer Therapieansatz, um unsere Gehirnfunktionen zu beeinflussen.



Montag, 26. Juni 2017

Studien zu Natrium im Wasser

http://www.heilwasser.com/deutsch/forschung_und_wissenschaft/studien_u_uebersichtsarbeiten/natrium_kochsalz/magen_darm.html

Natrium, Kochsalz


Magen, Darm

Bortolotti M, Turba E, Mari C, Lopilato C, Porrazzo G, Scalabrino A, Miglioli M.
Changes caused by mineral water on gastrointestinal motility in patients with chronic idiopathic dyspepsia
Minerva Med. 1999 May-Jun;90(5-6):187-94. Italian.

Diese Arbeit hat die Wirkungen eines Mineralwassers (Tettuccio, Montecatini) auf die gastrointestinale Motilität bei dyspeptischen Störungen untersucht. Dazu wurden 24 Patienten mit idiopathischer Dyspepsie und szintigraphisch nachgewiesener verzögerter Magenentleerung sowie 18 gesunde Kontrollpersonen in die Studie aufgenommen. Verglichen wurden die Magenentleerungszeiten unter dem Mineralwasser mit denen unter Leitungswasser. Darüber hinaus wurde die Kontraktilität von Magen und Duodenum mittels Manometrie bestimmt. Mineralstoffgehalt des Mineralwasssers: Sulfat 549,7 mg/l; Hydrogencarbonat 417,9 mg/l; Calcium 30,1 mg/l; Magnesium 55,9 mg/l; Natrium 2078 mg/l; Chlorid 3315 mg/l.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Magenentleerung unter dem Mineralwasser signifikant schneller war als unter Leitungswasser, sowohl bei den Patienten mit Dyspepsie als auch bei den gesunden Kontrollpersonen. Die Manometrie zeigte nach Zufuhr des Mineralwassers eine kurze Phase mit verminderter motorischer Aktivität, gefolgt von einer anhaltenden Zunahme.
Die Autoren folgern, dass das untersuchte Mineralwasser sowohl die Magenentleerung als auch die motorische Aktivität von Magen und Duodenum stimuliert. Beide Wirkungen könnten bei der Behandlung der chronischen idiopathischen Dyspepsien sowie der verzögerten Entleerung von Magen-Darm-Trakt genutzt werden.


Natrium, Kochsalz


Fettstoffwechsel

Capurso A, Solfrizzi V, Panza F, Mastroianni F, Torres F, Del Parigi A, Colacicco AM, Capurso C, Nicoletti G, Veneziani B, Cellamare S, Scalabrino A.
Increased bile acid excretion and reduction of serum cholesterol after crenotherapy with salt-rich mineral water.
Aging (Milano). 1999 Aug;11(4):273-6.

Diese Studie untersuchte über 9 Wochen die Wirkungen eines Mineralwassers aus Montecatini (Italien) auf die Ausscheidung von Gallensäuren sowie die Lipid- und Apolipoprotein-B-Konzentration im Serum bei zehn Patienten mit leichter Dyslipidämie (Gesamtcholesterinkonzentration im Serum: > 240 mg/dl; LDL-Cholesterin-Konzentration: >170 mg/dl). Dabei erfolgte über die ersten 3 Wochen eine Standardisierung der Ernährung, danach über 3 Wochen die aktive Behandlung mit täglich 750 ml Mineralwasser (Mineralstoffgehalt: Sulfat 1,54 mg/l; Mg 136 mg/l; Na 5535 mg/l, Cl 9,22 mg/l; Hydrogencarbonat 677 mg/l) und schließlich 3 Wochen einer Kontrollphase, in der 750 ml Leitungswasser gegeben wurden. Serumlipid- und Apolipoproteinkonzentrationen, Ausscheidung von Gallensäuren, Gallenblasenmotilität und Verträglichkeit wurden untersucht.
Die Ergebnisse zeigten, dass die aktive Behandlung das Gesamtcholesterin [TC] signifikant um 7,5 % verminderte (p < 0,0005), das LDL-Cholesterin um 12,5 % (p < 0,0001), den Quotienten aus TC/HDL-Cholesterin um 6,3 % (p < 0,0001) und die Apolipoprotein-B-Konzentration um 6,3 % (p < 0,0001). Die Gesamtausscheidung von Gallensäuren im Stuhl wurde um 98,9 % erhöht, das Gallenblasenvolumen um 40 % vermindert. Dabei gingen die verminderten Konzentrationen von Cholesterin bzw. LDL-Cholesterin im Serum parallel mit der erhöhten Gallensäureausscheidung im Stuhl. 
Die Autoren nehmen aufgrund dieser Ergebnisse an, dass die Behandlung mit dem genannten  Mineralwasser das Lipidprofil bei Patienten mit leichter Hypercholesterinämie durch die erhöhte Gallensäureausscheidung im Stuhl positiv beeinflussen kann.


Natrium, Kochsalz


Kreislauf


Natrium wird, was kardiovaskuläre Erkrankungen betrifft, oft kritisch betrachtet - wegen der gefürchteten Blutdruckerhöhung und damit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Allerdings trifft diese Befürchtung nicht für alle Menschen zu. Eine Reihe von Studien zeigt im Gegenteil sogar, dass Blutdruckwerte und auch das Blutfettprofil durch Natrium günstig beeinflusst werden können. Bei Personen mit labilem Blutdruck kann Salz sogar als Therapie der ersten Wahl betrachtet werden.

Whelton PK
Hyponatremia in the general population. What does it mean?
Nutr Metab Cardiovasc Dis. 2016 Jan;26(1):9-11

Der Autor erläutert seinen Standpunkt zu den Auswirkungen eines leichten Natriummangels auf die Gesundheit. 
Die Häufigkeit eines Natriummangels lag in der NHANES-Studie von 1999 - 2004 bei 1,7 %, 
in drei Observationsstudien der Gesamtbevölkerung seit 2013 lag das Vorkommen eines Natriummangels zwischen 6,7 % und 7,7 %, was wohl auf das höhere Durchschnittsalter in diesen Studien zurückgeführt werden kann.
Dass in Krankenhäusern eine niedrige Natriumkonzentration im Blutserum mit einem schlechteren Verlauf der Krankheit und einer erhöhten Sterblichkeit einhergeht, ist schon bekannt.
Nun zeigen auch epidemiologische Studien der Gesamtbevölkerung, dass Natriummangel mit erhöhten Risiken zu Herzkreislauf-Erkrankungen und auch zur Sterblichkeit einhergeht. Der Zusammenhang zwischen der Natriumkonzentration im Blutserum und den negativen gesundheitlichen Auswirkungen scheint J-förmig zu sein, d.h. ein Natriummangel sowie auch zu hohe Natriumkonzentrationen erhöhen das Risiko.
Der Autor schließt, dass das erhöhte Risiko zu Sterblichkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht unbedingt eine direkte Folge des Natriummangels ist, dass aber in der Gesamtbevölkerung Natriummangel zumindest einen Hinweis auf dieses erhöhte Risiko darstellt.



In einer randomisierten doppelblinden placebo-kontrollierten Studie an 389 Hypertonikern, von denen 193 salzsensitiv waren, d.h. einen um > 15 mmHg niedrigeren Blutdruck unter natriumarmer Kost hatten, und 196, die nicht salz-sensitiv waren, wurden die Effekte einer natriumarmen Kost auf weitere Parameter untersucht.
Dabei fand sich, dass die natriumarme Kost bei beiden Gruppen, den salz-sensitiven und den nicht salz-sensitiven, signifikant den Nüchtern Blutzucker (von 91 auf 95 mg/dl) sowie auch die Insulinkonzentration (von 9.4 auf 10.8 µIU/ml) erhöhte, was auf eine gesteigerte Insulinresistenz (HOMA von 2.1. auf 2.6. erhöht) hinweist. Bei den Hypertonikern, bei denen eine natriumarme Kost nicht den Blutdruck senkt, sollte also die Empfehlung zu natriumarmer Kost überdacht werden.


Sharma S, McFann K, Chonchol M, Kendrick J.
Dietary Sodium and Potassium Intake Is Not Associated With Elevated Blood
Pressure in US Adults With No Prior History of Hypertension

J Clin Hypertens (Greenwich). 2014 Apr 11 

In einer aktuellen Auswertung der NHANES wurden Daten von 6985 erwachsenen Teilnehmern ohne Bluthochdruck in der Anamnese aus den Jahren 2001 bis 2006 ausgewertet. Das Ziel war es, den Zusammenhang zwischen Aufnahme von Natrium- und Kalium aus der Nahrung und Höhe des Blutdrucks zu analysieren. 
Zu einem Zeitpunkt wurde die Ernährung der letzten 24 Stunden erfragt und der Blutdruck gemessen. 
Für die Auswertung wurden verschiedene Kategorien der Natrium- und Kalium-Aufnahme gewählt, ebenso für die Blutdruckwerte. Zum einen wurden Quartile gebildet: Natrium-Aufnahme ≤ 2190 bis > 4349 mg/Tag; Kalium-Aufnahme: ≤1771 bis >3450 mg/Tag. 
Für eine weitere Analyse wurden die beiden unteren und die beiden oberen Quartile zusammengefasst betrachtet und als Gruppe mit hoher/niedriger Natrium- (Grenzwert 3142 mg) oder Kaliumaufnahme (Grenzwert 2529 mg) bezeichnet.
Der Blutdruck wurde zum einen als kontinuierlicher Messwert betrachtet sowie in Kategorien (erhöhter, nicht erhöhter Blutdruck) eingeteilt, wobei als Grenzwert einmal der übliche Wert von 140/90 (9 % der Teilnehmer), in einer weiteren Analyse ein niedrigerer Grenzwert von 130/80 (24 % der Teilnehmer) herangezogen wurde.
In allen Analysen fand sich kein Zusammenhang zwischen Aufnahme von Natrium oder Kalium und dem Blutdruck. Selbst die Untergruppe mit niedriger Kalium und hoher Natrium-Aufnahme hatte kein erhöhtes Risiko für hohen Blutdruck.
Vielmehr fand sich ein Trend für niedrigeren Blutdruck bei erhöhter bzw. nicht zu niedriger Natrium-Aufnahme.
Schlussfolgerung der Autoren ist, dass es keine Korrelation zwischen Natrium-oder Kalium-Aufnahme und erhöhtem Blutdruck in einer Bevölkerungsgruppe mit normalem Blutdruck und vergleichsweise geringer Natriumaufnahme gab.


Santos A, Martins MJ, Guimarães JT et al.
Sodium-rich carbonated natural mineral water ingestion and blood pressure.
Rev Port Cardiol. 2010 Feb;29(2):159-72. 

Die Studie untersucht die Wirkung eines natriumreichen Mineralwassers auf Blutdruck und Herzfrequenz bei gesunden, normotensiven Personen. 17 Studienteilnehmer im Alter zwischen 24 und 53 Jahren erhielten in randomisierter Reihenfolge über jeweils 7 Wochen 500 ml, aufgeteilt in zwei Portionen, eines Natrium-Hydrogencarbonat-reichen Mineralwassers (Natriumgehalt 622 mg/l, Hydrogencarbonat 2125 mg/l; Testwasser) oder eines mineralstoffarmen Wassers (Kontrollwasser), zwischen den beiden Testphasen lag eine 6-wöchige Auswaschphase. Studienendpunkte waren systolische und diastolische Blutdruckwerte und Herzfrequenz zu Studienende im Vergleich zu Studienbeginn.
Die Ergebnisse zeigten nach Ende der 7-wöchigen Testwasserphase keine Unterschiede in Bezug auf die Endpunkte: Die Werte lagen zu Beginn bei 114/69,7 mmHg und 71,7/min (Medianwerte) für die Testwasser-Gruppe und bei 115,7/64,3 mmHg und 76,3/min für die Kontrollwassergruppe. Nach dem natriumreiche Wasser betrugen die entsprechenden Werte116,7/68,3 mmHg und 71,3/min, nach dem mineralstoffarmen Wasser 118,3/68 mmHg und 69,7/min.
Die Autoren ziehen den Schluss, dass diätetisch zugeführtes  Natrium alleine nicht für eine eventuelle Blutdruckerhöhung verantwortlich ist, sondern dass das zugehörige Anion eine wesentliche Rolle spielt: Natrium plus Chlorid (also Kochsalz) kann den Blutdruck erhöhen, Natrium plus Hydrogencarbonat (wie in dieser Studie) tut dies nicht, hat möglicherweise sogar einen positiven kardiovaskulären Effekt, wie andere Studien zeigen (z. B. Schoppen et al.).

Alderman MH.
Evidence relating dietary sodium to cardiovascular disease.
J Am Coll Nutr. 2006 Jun;25(3 Suppl):256S-261S. Review.

Diese Übersichtsarbeit fasst die Wirkungen von Natrium  auf das Auftreten von Bluthochdruck und kardiovaskulären Erkrankungen zusammen. Daten bestätigen zwar, dass deutliche Verminderungen der Natriumzufuhr (um 75-100 mmol pro Tag, entsprechend 1750-2300 mg) den Blutdruck um durchschnittlich einige mm Hg senken können. Jedoch gibt es hierbei deutliche interindividuelle Unterschiede. 
Darüber hinaus führt eine Natriumrestriktion zu anderen, gelegentlich unerwünschten Wirkungen, etwa einer erhöhten Insulinresistenz, Aktivierung des Renin-Angiotensin-Systems und erhöhter Sympathikusaktivität. Idealerweise würde eine Salzrestriktion in randomisierten klinischen Studien untersucht. Bis dato (2006) gibt es nur neun Beobachtungsstudien, die die Natriumzufuhr, geschätzt über die Ausscheidung im 24-Stunden-Urin oder mithilfe von Ernährungsfragebögen, mit Morbidität und Mortalität in Zusammenhang bringen. Die Ergebnisse sind widersprüchlich: Die einzige Studie mit hypertensiven Patienten zeigte eine inverse Relation der Natriumzufuhr mit dem kardiovaskulären Outcome. 
Insgesamt legen die Ergebnisse nach Ansicht des Autors nahe, dass der Zusammenhang zwischen Natriumzufuhr und kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität am besten als „heterogen" beschrieben wird. Die derzeit verfügbaren Daten  unterstützen nicht eine allgemeine Empfehlung für eine bestimmte Natriumzufuhr.

Freeman R.
Semin Neurol. 2003 Dec;23(4):435-42.

Freeman bietet in seiner Übersichtsarbeit einen Überblick über den derzeitigen Stand zur Behandlung der orthostatischen Hypotonie.
Auch wenn sie keinen Krankheitswert besitzt, so führt eine pathologische Orthostasereaktion doch häufig zu deutlichen Einschränkungen im Alltagsleben. Darüber hinaus kann sie Symptom von zentralen autonomen neurodegenerativen Erkrankungen (z. B. multiple Systematrophie) oder von peripheren autonomen Störungen (z. B. autonome periphere Neuropathien) sein. Wesentliches Kennzeichen aller autonomen Störungen ist die fehlende oder inadäquate Freisetzung von Noradrenalin beim Übergang von der sitzenden oder liegenden zur aufrechten Position. 
Die Aufklärung der Patienten ist der Eckpfeiler der Therapie. Dazu gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die zur Verbesserung der orthostatischen Toleranz in den Alltag implementiert werden können, bevor pharmakologische Interventionen zum Tragen kommen. Eine Vermehrung des Plasmavolumens ist eine wesentliche Maßnahme, die durch eine 
Erhöhung der Flüssigkeitszufuhr (2 bis 2,5 l pro Tag bei Erwachsenen) und der Kochsalzzufuhr (10 g pro Tag) erreicht werden kann; dazu kommt regelmäßige körperliche Aktivität, vor allem isotonische Übungen zur Förderung des venösen Rückflusses. Bei einem Großteil der Patienten ohne zugrunde liegende Systemerkrankung führt dies schon zum Erfolg. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, ist eine Monotherapie mit Fludrocortison oder Fludrocortison in Kombination mit einem Sympathikomimetikum der nächste Schritt. Desmopressin kann eine sinnvolle Ergänzung bei Patienten mit therapierefraktärer Symptomatik darstellen. Eine Reihe von Substanzen wie Acetylcholinesterase-Inhibitoren oder Dopaminantagonisten stellt derzeit eher einen experimentellen Ansatz dar.



Diese randomisierte, Placebo-kontrollierte doppelblinde Crossover-Studie untersuchte die Wirkung eines Natrium-Chlorid- und eines Natrium-Hydrogencarbonat-reichen Mineralwassers auf Blutdruck und Parameter des Glucose- und Lipidstoffwechsels bei älteren normotensiven Personen. 21 gesunde Männer und Frauen im Alter von 60 bis 72 Jahren wurden aufgenommen. Anschließend erhielten sie randomisiert über jeweils 4 Wochen täglich entweder 1,5 l eines Natrium-Chlorid-reichen Mineralwassers (Natrium 84,5 mmol/l = 1943,5 mg/l; Chlorid 63,7 mmol/l = 2261,4 mg/l; Hydrogencarbonat 21,9 mmol/l = 1335,9 mg/l), eines Natrium-Hydrogencarbonat-reichen Mineralwassers (Natrium 39,3 mmol/l = 903,9 mg/l; Chlorid 6,5 mmol/l = 230,75 mg/l; Hydrogencarbonat 48,8 mmol/l = 2976,8 mg/l) oder eines Mineralwasser mit niedrigem Mineralstoffgehalt (Placebo).  
Die Ergebnisse zeigten einen signifikant niedrigen arteriellen Mitteldruck im Vergleich zu Studienbeginn, wenn das Placebowasser (-7,0 +/- 7,2 mm Hg; p < 0,001) oder das Natrium-Hydrogencarbonat-reiche Wasser (-5,7 +/- 6,4 mm Hg; p < 0,05) getrunken wurde. Im Gegensatz dazu entsprachen die Blutdruckwerte unter dem Natrium-Chlorid-reichen Wasser denen zu Studienbeginn. 24-Stunden-Blutdruck, Glucosetoleranz und Plasmalipidkonzentration wurden von keinem Wasser signifikant beeinflusst. Die Calciumausscheidung im Urin war unter Placebowasser und Natrium-Hydrogencarbonat-reichem Wasser signifikant vermindert und unverändert unter dem Natrium-Chlorid-reichen Wasser.
Nach Ansicht der Autoren kann die Zufuhr eines Natrium-Chlorid-reichen Mineralwassers die Blutdrucksenkung, die durch eine diätetische Salzreduktion bei älteren Menschen erreicht wird, wieder aufheben. Natrium-Hydrogencarbonat-reiches Wasser zeigt diesen Effekt nicht und könnte zusammen mit einer salzarmen Diät positiv auf den Calciumstoffwechsel einwirken.


Diese zweiteilige Studie (doppelblind und Placebo-kontrolliert bei 20 Patienten; offen bei elf Patienten) untersuchte die Wirkung einer Gabe von 120 mmol Natrium-Chlorid pro Tag bei 31 Patienten mit orthostatischen Synkopen ohne kardiale oder neurologische Erkrankungen auf Plasma- und Blutvolumen sowie die Synkopen-Symptomatik. 
In der gepoolten Auswertung nach 8-wöchiger Behandlung zeigten 15 der 21 Patienten (70 %), die Kochsalz erhalten hatten, und drei Patienten  (30 %) der Placebogruppe eine Zunahmen von Plasma- und Blutvolumen, außerdem hatte sich die orthostatische Toleranz verbessert und die Empfindlichkeit der Barorezeptoren vermindert. Die Verbesserung stand in Beziehung zu der ursprünglichen Salzausscheidung: Patienten, die auf die Salzgabe reagierten, hatten ursprünglich eine tägliche Ausscheidung von weniger als 170 mmol NaCl aufgewiesen. Auch bei den drei Patienten der Placebogruppe, bei denen sich Verbesserungen zeigten, kam es zu einem Anstieg der Salzausscheidung.
Nach Ansicht der Autoren kann also bei Patienten mit unklaren Synkopen und niedriger Salzzufuhr die Gabe von Salz das Plasmavolumen erhöhen und die orthostatische Toleranz verbessern. Bei Fehlen entsprechender Kontraindikationen ist Salz hier die Therapie der ersten Wahl.

Natrium, Kochsalz


Flüssigkeitsbalance


Natrium ist im Körper das Kation, das für die Aufrechterhaltung eines ausreichenden Plasmavolumens zuständig ist - bei anhaltendem Natriummangel tritt eine Hypovolämie auf. Gehen dem Körper größere Mengen natriumhaltiger Flüssigkeit verloren, etwa bei körperlicher Anstrengung oder äußerer Hitze durch starkes Schwitzen, reicht dementsprechend ein Ersatz des Volumens mit freiem Wasser nicht aus, sondern auch der Natriumverlust muss ausgeglichen werden. Eine Reihe von Studien zeigt, dass mit natriumhaltiger Rehydrierungsflüssigkeit das Plasmavolumen effektiver wieder hergestellt und auch die Belastbarkeit erhöht werden kann.


Diese randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit Crossover-Design untersucht, wie sich eine Natriumgabe zwei Stunden vor einer körperlichen Belastung auf die Hydratation und die Leistungsfähigkeit auswirkt. Dazu erhielten neun gesunde, sportlich aktive Männer mit durchschnittlich 27 Jahren entweder Natrium (60 mg/kg als Gelatinekapsel) oder ein Placebo oder gar nichts.
In der darauffolgenden zweistündigen Hydratationsperiode tranken die Teilnehmer signifikant mehr, wenn sie Natrium bekamen (~1400 ml vs. 800 ml (Placebo oder nichts)). Auch war die zurückbehaltene Flüssigkeitsmenge nach der Hydratationsphase mit Natrium signifikant höher (~800 ml vs. ~200 ml (Placebo oder nichts)).
Während des folgenden Radfahrens bei 50 % maximaler Leistungsfähigkeit war die Dehydratation signifikant geringer, wenn die Teilnehmer vorher Natrium bekamen (0,7 % vs. 1,3 % (Placebo) oder 1,6 % (nichts)). Auch die im Ohr gemessene Temperatur war nach der Dehydrierungsphase niedriger. Beim Schwitzen und der Herzfrequenz gab es keine signifikanten Unterschiede.
Darauf folgte ein Zeitradfahren, bei dem die Dehydratation auch geringer war, wenn die Teilnehmer vorher Natrium bekamen (1,4 % vs. 2,3 % (Placebo oder nichts)). Außerdem wurde beim Zeitradfahren während des Natriumversuchs signifikant weniger Zeit benötigt, um 200 kJ Energieverbrauch zu erreichen (773 s vs. 851 s (Placebo) + 872 s (nichts)).
Die Autoren betonen den neuen Aspekt dieser Studie, dass eine vorherige Natriumgabe zu erhöhter, freiwilliger Flüssigkeitsaufnahme bei gut hydrierten Menschen führt. Dies führt in der Folge zu einer geringeren Dehydratation und auch zu einer besseren Leistung.


Anastasiou CA, Kavouras SA, Arnaoutis G, Gioxari A, Kollia M, Botoula E, Sidossis LS.
Sodium replacement and plasma sodium drop during exercise in the heat when fluid intake matches fluid loss.
J Athl Train. 2009 Mar-Apr;44(2):117-23.

Diese randomisierte Crossover-Studie untersuchte bei 13 aktiven Männern die Wirksamkeit eines natriumhaltigen Sportgetränks zur Verhinderung von Hyponatriämie und Muskelkrämpfen während längerer körperlicher Belastung bei Hitze.
Die Teilnehmer unterzogen sich drei unterschiedlichen Belastungsprotokollen bei Außentemperaturen von 30 °C: (1) 3 Stunden 30-minütiges Gehen bzw. Radfahren im Wechsel über 3 Stunden mit einer Ziel-Herzfrequenz von 130 bzw. 140 pro Minute; (2) Belastung der Wadenmuskulatur  im Stehen (Anheben des Unterschenkels; achtmal 30 Wiederholungen) und (3) 45 Minuten schnelles Gehen (Geschwindigkeit entsprechend 5,5 km pro Stunde) und 12 % Steigung.
Während der Belastung nahmen die Teilnehmer Flüssigkeit zu sich, die Menge entsprach dem Flüssigkeitsverlust über Schwitzen. Bei jedem Belastungsprotokoll wurden folgende Getränke konsumiert: ein Kohlenhydrat-Elektrolyt-Getränk mit 36,2 mmol/l Natrium (entsprechend 833 mg Na/l; HNa), ein Kohlenhydrat-Elektrolyt-Getränk mit 19,9 mmol/l Natrium (458 mg Natrium/l; NNa), natriumarmes Mineralwasser (MW, Natriumkonzentration  unter 0,3 mmol/l) und gefärbtes, aromatisiertes destilliertes Wasser (Pl). Als Ergebnisparameter dienten Natriumkonzentration im Serum, Plasmaosmolalität, Plasmavolumenveränderungen und Häufigkeit von Muskelkrämpfen.
Die Ergebnisse zeigten, dass sowohl unter HNa und NNa die Natriumkonzentration im Serum relativ konstant blieb (137,3 mmol/l bzw. 136,7 mmol/l am Ende der beiden Protokolle). Jedoch fand sich im Vergleich zu den Ausgangswerten eine deutliche Verminderung unter MW (auf im Mittel 134,5 mmol/l) und Pl (auf im Mittel 134,4 mmol/l; p <0,05 für den Vergleich). Die gleichen Trends wurden für die Plasmaosmolalität beobachtet (p < 0,05). Das Plasmavolumen blieb erhalten unter HNa und NNa, verminderte sich aber, wenn auch nicht signifikant, um 2,5 % unter W und PL. Muskelkrämpfe traten bei keinem Probanden auf.
Diese Daten zeigen nach Ansicht der Autoren, dass die Natriumzufuhr bei längerer körperlicher Belastung in der Hitze eine bedeutsame Rolle bei der Vermeidung von Natriumverlusten spielt. Hyponatriämien können damit verhindert werden, wenn die Flüssigkeitszufuhr dem Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen entspricht.

Merson SJ, Maughan RJ, Shirreffs SM.
Rehydration with drinks differing in sodium concentration and recovery from moderate exercise-induced hypohydration in man.Eur J Appl Physiol. 2008 Jul;103(5):585-94. Epub 2008 May 8.

Diese Studie untersuchte die Auswirkung von Natrium-Chlorid-Gaben auf die Rehydrierung nach körperlicher Belastung: Teilnehmer waren acht Männer, die im Mittel 1,98 % ihres Körpergewichts durch Belastung bei Hitze verloren hatten und anschließend eines von vier Getränken konsumierten (Volumina entsprechend 150 % des Gewichtsverlusts) mit einem NaCl-Gehalt im Mittel von 1, 31, 40 und 50 mmol/l (entsprechend 58,5; 1813,5; 2340 und 2925 mg NaCl/l). 4 Stunden nach der Rehydrierung wurden die Probanden erneut belastet und mit 5 Minuten Radfahren bei 70 % der maximalen Sauerstoffaufnahme VO2(peak) udn anschließend bei 95 % VO2(peak) bis zur subjektiven Erschöpfung. 
Bei der Auswertung zeigte sich, dass die Urinausscheidung umgekehrt mit der Natrium-Chlorid-Zufuhr korreliert war (p < 0,01): 39, 50, 60 bzw. 64 % der aufgenommenen Flüssigkeitsmenge verblieben im Organismus bei NaCl-Zufuhr von 1 mmol/l, 31 mmol/l, 40 mmol/l bzw. 50 mmol/l. Die Zeit bis zur Erschöpfung bei der Belastung nach 4-stündiger Erholung unterschied sich allerdings nicht zwischen den Getränken (p = 0,883). 
Folgerung der Autoren: Der Zusatz von 40 oder 50 mmol/l Kochsalz zu einer Rehydrierungslösung kann die folgende Urinausscheidung vermindern und so zu einer effektiveren Rehydrierung führen als kochsalzarme oder -freie Getränke, auch wenn sich dies nicht direkt in eine gesteigerte Leistungsfähigkeit 4 Stunden nach der Rehydrierungsphase umsetzt.

Sims ST, Rehrer NJ, Bell ML, Cotter JD.
Preexercise sodium loading aids fluid balance and endurance for women exercising in the heat.J Appl Physiol. 2007 Aug;103(2):534-41. Epub 2007 Apr 26.

Diese doppelblinde Crossover-Studie sollte untersuchen, ob die Zufuhr von natriumhaltigen Getränken vor körperlicher Belastung in der Hitze das Plasmavolumen (PV) erhöht, die subjektive Belastung vermindert und die Ausdauer fördert. 
13 geübte Radfahrerinnen (maximale Sauerstoffaufnahme 52 pro kg und Minute) schlossen die Studie ab. Sie erhielten zur Flüssigkeitssubstitution entweder ein Getränk mit hohem Natriumgehalt (HNa; 164 mmol/l = 3772 mg/l) oder niedrigem Natriumgehalt (NNa: 10 mmol/l = 230 mg/l) in einer Menge von 10 ml/kg vor Beginn der Belastung (mit 70 % der maximalen Sauerstoffaufnahme) bis zum Eintritt der subjektiven Erschöpfung unter warmen Umgebungsbedingungen (32 °C, 50 % relative Luftfeuchtigkeit). Im Mittel wurden 628 ml in sieben Portionen über 60 Minuten getrunken. 
Bei den Ergebnissen zeigte sich, dass das HNa-Getränk das Plasmavolumen gegenüber den Werten vor dem Training erhöhte, während das NNa-Getränk dies nicht tat (p < 0,000), und die Zeitdauer bis zur subjektiven Erschöpfung war verlängert (98,8 vs. 78,7 min; p < 0,0001). Die Körperkerntemperatur stieg unter NNa schneller an als unter HNa (1,6 °C/h vs. 1,2 °C/h; p = 0,04).
Die Zufuhr eines konzentrierten natriumhaltigen Getränks vor körperlicher Belastung kann also das Plasmavolumen und die subjektive Belastbarkeit erhöhen und die Thermoregulationsmechanismen schonen, so die Autoren.

Sharp RL.
Role of sodium in fluid homeostasis with exercise.
J Am Coll Nutr. 2006 Jun;25(3 Suppl):231S-239S. Review.

Diese Übersichtsarbeit stellt die aktuelle Literatur zu den Wechselwirkungen von Natrium und Flüssigkeitszufuhr bei der Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushalts bei Belastung durch Hitze und körperliche Anstrengung dar.
Starkes Schwitzen bei körperlicher Belastung, vor allem wenn äußere Hitzeeinwirkung dazu kommt, führt in der Regel zu Flüssigkeitsverlusten entsprechend 1-8 % des Körpergewichts. Daher genießen in der Literatur Leitlinien zum Flüssigkeitsersatz und zur Auswahl der richtigen Getränke für aktive Menschen große Aufmerksamkeit. Aktuelle Daten berichten von häufigen Hyponatriämien bei Leistungssportlern, die während eines Trainings über mehr als 4 Stunden zu viel freies Wasser zu sich genommen haben, und empfehlen die Zufuhr von Kochsalz mit dem Flüssigkeitsersatz, um das Risiko von Hyponatriämien zu verringern. Obwohl Hyponatriämien im Breitensport kein bedeutsames Risiko darstellen, ist das im Leistungssport mit extremen Langzeitbelastungen und bei Personen mit beruflich bedingter körperlicher Belastung in der Hitze anders, diese Betroffenen könnten von solchen Empfehlungen profitieren. 
Studien zeigen, dass bei Trinken von reinem Wasser das zugeführte Volumen etwa 150 % des über Schwitzen verloren gegangenen Volumens entsprechen sollte, um den bei freiem Wasser auftretenden Flüssigkeitsverlust über den Urin zu kompensieren. Der Zusatz von Natrium-Chlorid und weiteren Elektrolyten zur Rehydrierungsflüssigkeit vermindert den Wasserverlust über den Urin und führt zu einem schnelleren Volumenersatz mit geringeren Trinkmengen.

Vrijens DM, Rehrer NJ.
Sodium-free fluid ingestion decreases plasma sodium during exercise in the heat.
J Appl Physiol. 1999 Jun;86(6):1847-51.

Diese Crossover-Studie untersuchte, ob der Ersatz des Flüssigkeitsverlustes bei körperlicher Belastung mit natriumfreier Flüssigkeit die Plasmanatriumkonzentration vermindert und so zu einer Verdünnungs-Hyponatriämie führen kann.
Zehn männliche Ausdauersportler absolvierten vor Studienbeginn ein einstündiges Training zur Abschätzung des Flüssigkeitsbedarfs und dann zwei 3-stündige Trainingsperioden auf einem Radergometer mit 55 % der maximalen Sauerstoffaufnahme bei 34 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit. Der Flüssigkeitsverlust wurde in der einen Periode ersetzt durch destilliertes Wasser (W), in der anderen durch ein natriumhaltiges Sportgetränk (Natriumgehalt 18 mmol/l = 414 mg/l. Sechs Probanden konnten unter W die Studie nicht abschließen, vier unter G. 
Die Veränderung der Plasmanatriumkonzentration war bei allen Probanden, unabhängig von der Trainingsdauer, größer unter W als unter G (im Mittel -2,48 versus -0,86 mmol/l pro Stunde; p = 0,0198). Ein Proband in der W-Gruppe wies zum Zeitpunkt der Erschöpfung (nach 2,5 Stunden Belastung) eine Hyponatriämie auf (Plasmanatriumkonzentration 128 mmol/l). Eine Verminderung der Natriumkonzentration korrelierte signifikant mit einer verminderten Belastungszeit (p = 0,022). 
Diese Ergebnisse zeigen nach Ansicht der Autoren, dass bei Ersatz der über Schwitzen verlorenen Flüssigkeit mit reinem Wasser eine verminderte Plasmanatriumkonzentration resultieren kann, bis hin zu einer Hyponatriämie. Mit der verminderten Plasmanatriumkonzentration geht eine verminderte Leistungsfähigkeit einher, sodass zum Ausgleich der Flüssigkeitsverluste während körperlicher Anstrengung ein natriumhaltiges Getränk bevorzugt werden sollte.


Ray ML, Bryan MW, Ruden TM, Baier SM, Sharp RL, King DS.
Effect of sodium in a rehydration beverage when consumed as a fluid or meal.J Appl Physiol. 1998 Oct;85(4):1329-36.

Diese randomisierte Crossover-Studie untersuchte die Auswirkung der Flüssigkeitszusammensetzung auf die Effektivität einer Rehydrierung bei 30 Probanden (15 Männer, 15 Frauen) nach körperlicher Belastung mit einen Flüssigkeitsverlust von 2,5 % ihres jeweiligen Körpergewichts. Die Studienteilnehmer erhielten Wasser (H2O), Hühnerbrühe (HB: 109,5 mmol/l Natrium = 2518,5 mg/l und 25,3 mmol/l Kalium), ein Kohlenhydrat-Elektrolyt-Getränk (KHE: 16,0 mmol/l Natrium = 368 mg/l und 3,3 mmol/l Kalium) und Hühnersuppe mit Nudeln (Suppe: 333,8 mmol/l Natrium = 7792,4 mg/l und 13,7 mmol/l Kalium). Die Probanden nahmen zu Beginn der Rehydrierung und 20 Minuten später 175 ml der jeweiligen Flüssigkeit zu sich; anschließend wurde H2O alle 20 Minuten verabreicht, bis der Gewichtsverlust ausgeglichen war.
Zu Ende der Rehydrierung unterschied sich das Plasmavolumen nicht signifikant von den Werten vor der Belastung und Dehydrierung in den Gruppen HB (im Mittel -1,6 %) und Suppe (im Mittel -1,4 %). Im Gegensatz dazu blieb das Plasmavolumen nach der Rehydrierungsphase signifikant (p < 0,01) unter den Ausgangswerten vor der Dehydrierung in der Gruppen H2O (im Mittel -5,6 %) und KHE (im Mittel -4,2 %). Das Urinvolumen war höher in den Gruppen KHE (im Mittel 310 ml) als in der Gruppe HB (im Mittel 188 ml); die Urinosmolalität war höher in den Gruppen HB und Suppe als in der Gruppe KHE. Die Natriumkonzentration im Urin war höher nach Suppe und HB als nach KHE und H2O. 
Diese Ergebnisse liefern nach Ansicht der Autoren Anhaltspunkte, dass die Zugabe von Natrium zur Rehydrierungsflüssigkeit die Flüssigkeitsretention und die Wiederherstellung des Plasmavolumens nach Flüssigkeitsverlusten verbessert.

Natrium, Kochsalz


Diabetes



In einer randomisierten doppelblinden placebo-kontrollierten Studie an 389 Hypertonikern, von denen 193 salzsensitiv waren, d.h. einen um >15mmHg niedrigeren Blutdruck unter natriumarmer Kost hatten, und 196, die nicht salz-sensitiv waren, wurden die Effekte einer natriumarmen Kost auf weitere Parameter untersucht.
Dabei fand sich, dass die natriumarme Kost bei beiden Gruppen, den salz-sensitiven und den nicht salz-sensitiven, signifikant den Nüchtern Blutzucker (von 91 auf 95mg/dl) sowie auch die Insulinkonzentration (von 9.4 auf 10.8µIU/ml) erhöhte, was auf eine gesteigerte Insulinresistenz (HOMA von 2.1. auf 2.6. erhöht) hinweist. Bei den Hypertonikern, bei denen eine natriumarme Kost nicht den Blutdruck senkt, sollte also die Empfehlung zu natriumarmer Kost überdacht werden.

Natrium, Kochsalz


Sonstige


Ayus JC, Fuentes NA, Negri AL, Moritz ML, Giunta DH, Kalantar-Zadeh K, Nigwekar SU, Thadhani RI, Go AS, De Quiros FG
Mild prolonged chronic hyponatremia and risk of hip fracture in the elderly
Nephrol Dial Transplant. 2016 Mar 23 

Diese Kohortenstudie mit 31527 Teilnehmern untersucht den Zusammenhang zwischen leichtem, länger andauerndem Natriummangel (< 135 mmol/l) von mindestens 90 Tagen und Knochenbrüchen. Der Median des Follow-ups betrug 510 Tage (von 93 bis 2020 Tage). 
228 der 31527 Teilnehmer hatten einen länger andauernden Natriummangel (0,9 %) und sieben davon erlitten einen Knochenbruch gegenüber 411 Teilnehmern ohne andauernden Natriummangel.
Daraus gab sich ein 4,52-mal größeres Risiko für einen Knochenbruch bei länger anhaltendem Natriummangel (HR = 4,52; 95 % CI = 2,14 - 9,6).
Wurden nur die Teilnehmer mit einem moderaten Natriummangel (<130 mmol/l) betrachtet, so war das Risiko sogar 7,61-mal so hoch (HR = 7,61; 95 % CI = 2,8 - 20,5).
Die Autoren schließen, dass leichter, länger andauernder Natriummangel mit einem erhöhten Risiko zu einem Knochenbruch einhergeht, auch wenn das generelle Risiko gering ist. 
 

Pogoda JM, Gross NB, Arakaki X, Fonteh AN, Cowan RP, Harrington MG
Severe Headache or Migraine History Is Inversely Correlated With Dietary Sodium Intake: NHANES 1999-2004
Headache. 2016 Apr;56(4):688-98

Diese Observationsstudie wertet Daten von 8819 Teilnehmern der NHANES-Studie (1999 - 2004) aus, um den Zusammenhang zwischen der Natriumaufnahme mit der Nahrung und Migräne bzw. starken Kopfschmerzen zu untersuchen. Die Teilnehmer wurden nach ihrer Natriumaufnahme in Quartile aufgeteilt. Insgesamt sank die Wahrscheinlichkeit einer Migräne zum folgenden Quartil mit höherer Natriumaufnahme um das 0,93-Fache (OR = 0,93; CI 95 % = 0,87 - 1,00, p = 0,0455), so dass die Wahrscheinlichkeit für Migräne bei Teilnehmern im Quartil mit der höchsten Natriumaufnahme um das 0,81-fache geringer war (OR = 0,81; 95 % = 0,66 - 0,99) als im Quartil mit der niedrigsten Natriumaufnahme. Die Subgruppenanalyse nach dem Geschlecht ergab, dass dieser Trend für Frauen signifikant war, jedoch nicht für Männer.
Bei Frauen mit niedrigerem BMI sank die Wahrscheinlichkeit einer Migräne zum folgenden Quartil mit höherer Natriumaufnahme um das 0,87-fache (OR = 0,87; CI 95 % = 0,78 - 0,96, p = 0,007) ), so dass die Wahrscheinlichkeit für Migräne bei Teilnehmerinnen im Quartil mit der höchsten Natriumaufnahme eine um das 0,81-fache geringer war (OR = 0,66; 95 % = 0,49 - 0,88) als im Quartil mit der niedrigsten Natriumaufnahme.
Die Autoren schließen, dass diese Studie Hinweise auf einen umgekehrten Zusammenhang zwischen der Natriumaufnahme mit der Nahrung und Migräne liefert. Sie vermuten, dass die Natriumaufnahme mit der Nahrung über die Konzentration des Natriums im extrazellulären Bereich des Gehirns das Auftreten einer Migräne beeinflusst. 

Holm JP, Amar AO, Hyldstrup L, Jensen JE
Hyponatremia, a risk factor for osteoporosis and fractures in women
Osteoporos Int. 2016 Mar

Diese Observationsstudie untersuchte bei 5610 Frauen mit durchschnittlich 61 Jahren den Zusammenhang zwischen einem Natriummangel (<136 mmol/l im Blutserum) und der Knochendichte sowie dem Auftreten von Knochenbrüchen. Die Patientinnen mit Natriummangel waren signifikant älter, litten signifikant häufiger unter Osteoporose (47 % vs. 29 %) und hatten eine signifikant geringere Knochendichte in der Hüfte und im Oberschenkelhalsknochen. Das Risiko für einen Knochenbruch war bei Patientinnen mit Natriummangel doppelt so groß wie bei Patientinnen ohne Natriummangel (HR = 2,009; 95 % CI = 1,118 - 3,607, p = 0,02), und dies war unabhängig vom Vorliegen einer Osteoporose.
Die multivariate Analyse mit Natrium als kontinuierlicher Variable ergab, dass mit 1 mmol/l höherer Natriumkonzentration im Blutserum das Risiko für einen Knochenbruch um 5 % sank.
Die Autoren schließen, dass Natriummangel bei Frauen mit einem höheren Osteoporoserisiko einhergeht sowie mit einem erhöhten Risiko zu Knochenbrüchen, welches allerdings unabhängig von einer Osteroporose besteht.



Dieser systematische Review mit Meta-Analyse fasst die bis Oktober 2015 vorhandene Literatur zum Zusammenhang zwischen Natriummangel und Osteoporose sowie Knochenbrüchen zusammen. 15 Observationsstudien mit insgesamt 212889 Patienten genügten den Einschusskriterien, davon wurden 12 Studien in die Meta-Analyse eingeschlossen. 
Diese ergab, dass bei Patienten mit Natriummangel die Wahrscheinlichkeit für einen Knochenbruch doppelt so groß ist (OR = 1,99; 95 % CI = 1,5 - 2,63; p < 0,001) und dass sie ein um 62 % erhöhtes Risiko haben, einen Knochenbruch zu erleiden (HR = 1,62; 95 % CI = 1,28 - 2,05; p < 0,001). Außerdem ist bei Natriummangel die Wahrscheinlichkeit für eine Osteoporose signifikant, um das 1,23-fache, größer (OR = 1,23; 95 % CI = 1,06 - 1,43; p = 0,04).
Die Autoren schließen, dass diese Daten die Hypothese eines signifikanten Zusammenhangs zwischen Natriummangel und Osteoporose sowie Knochenbrüchen unterstützen.