Donnerstag, 20. November 2014

0102-Eine Bemerkung zum Welttoilettentag 2014

Eine Bemerkung zum Welttoilettentag 2014

Wie die nachfolgenden Berichte zeigen, sind hygienische Mängel die Hauptursache für die die typischen Infektionskrankheiten.
Die Keime lauern aber nicht so sehr auf den Oberflächen sondern in der Luft ( Bericht: Ekel-Alarm). 
Neue Toilettensysteme erscheinen auch sinnvoll zu sein. Doch dieser Weg wir lang und steinig sein ( s. Toiletten der Zukunft).
Ich halte es daher für angemessen, sich mit sehr einfachen, preiswerten und sofort nutzbaren technischen Lösungen zu befassen.
Eine solche Lösung kann auf der Anwendung des Biozids  TwinOxide-0,3%-Solution beruhen. Damit können sowohl die Oberflächen als auch die Raumluft desinfiziert, also hygienisch einwandfrei gemacht werden.
Es lohnt sich darüber sprechen. Besuchen Sie auch die Homepage:
www.twinoxide.com

Dr.-Ing. Wolfgang Storch
















http://www.news.de/gesundheit/855570577/welttoilettentag-2014-alles-rund-ums-klo-hygiene-bakterien-keim-alarm-auf-oeffentlichen-wcs-klobrillen-horror-haende-waschen/1/

ZUM WELTTOILETTENTAG 2014Ekel-Alarm! Warum die Klobrille unser kleinstes Problem ist

Ob an Tankstellen, auf Bahnhöfen oder in Clubs: Den Gang auf eine öffentliche Toilette tritt wohl keiner allzu gern an. Denn selten wirken diese besonders hygienisch. Deswegen wird die Klobrille gerne mit reichlich Papier ausgelegt. Dabei lauern die Keime woanders.
Welttoilettentag 2014: Die Klobrille mit reichlich Papier ummanteln - das muss nicht sein! (Foto)


eute ist offizieller Welttoilettentag! Ja, Sie haben richtig gelesen, die Toilette hat tatsächlich ihren eigenen Feiertag. Was zunächst skurril klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Die UN hat diesen Tag ins Leben gerufen, um auf die vielerorts noch immer mangelhafte sanitäre Versorgung aufmerksam zu machen. Demnach haben weltweit mehr als 2,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu ausreichender Sanitärversorgung.

Hinsetzen - ja oder nein? Der Kampf auf der öffentlichen Toilette

Im Vergleich dazu haben wir eigentlich keinen Grund zum Klagen. Doch auch hierzulande sind vor allem öffentliche WCs oft weder besonders hygienisch noch appetitlich. Da wird das stille Örtchen zum Herd für Keime und Bakterien. Und unsereins überlegt sich, wie er dort unbeschadet wieder herauskommt. Um sich ja nicht auf die blanke Klobrille setzen zu müssen, wird manch einer erfinderisch.
Toilettentag: Klos aus aller Welt

Not macht erfinderisch: Einweg-Brillen-Bezüge zum hygienischen Schutz

Während die meisten Männer ihr Geschäft wohl im Stehen verrichten und damit jeglichem Kontakt mit potenziell verseuchter Armatur aus dem Weg gehen, haben es Frauen da schon schwerer. Da hilft nur tonnenweise Klopapier, dass feinsäuberlich auf der Klobrille drappiert wird, oder Einweg-Brillen-Bezüge, wie sie selbst Fußball-Star David Beckham mit sich herumschleppt. Doch eigentlich bräuchten wir uns die Umstände gar nicht zu machen.

Welttoilettentag 2014: Die meisten Keime lauern in der Luft

Denn die wirkliche Gefahr lauert in der Toilette nicht auf der Klobrille, sondern in der Luft! Verantwortlich dafür ist die Toilettenspülung. Sie katapultiert pro Spülgang etwa 25.000 Viren und 600.000 Bakterien durch winzig kleine Wassertröpfchen in die Luft. Doch auch hier muss keine Panik aufkommen. Denn für gesunde Menschen bergen diese in der Regel kein Risiko - genauso wenig wie die Keime auf der Klobrille.
Tankstelle (Foto)

Warum das Auslegen der Klobrille mit Papier überflüssig ist

Hier fungiert die eigene Haut als natürliche Schutzbarriere. Dass Keime vom Oberschenkel weiter wandern, stimmt dabei nicht. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge ist das Nicht-Hinsetzen oder Präparieren der Toilette folglich völlig überflüssig. Weitaus wichtiger ist es, seine Hände zu waschen. Denn anders als die Oberschenkel kommen diese mit Mund, Augen und Lebensmitteln in Kontakt und sind so ideale Krankheitsüberträger.

Hände mit Wasser und Seife waschen ist das oberste Gebot nach dem Toilettengang. (Foto)

Hände waschen nicht vergessen - mit Wasser UND Seife

Die Keime von Klospülung und Türklinke also gründlich mit Wasser und (!) Seife abwaschen und mit den frisch gereinigten Händen im WC nichts mehr anfassen. Damit ist man auf der sicheren Seite. So einfach das ist, so wenige tun es jedoch. Denn nur ein Drittel der Klobenutzer reinigt dei Hände mit Wasser und Seife, ein weiteres Drittel nur mit Wasser. Überlegen Sie sich daher besser genau, wem Sie die Hand geben...


http://www.swr.de/swr2/wissen/toiletten-derzukunft/-/id=661224/nid=661224/did=14556110/19ayk50/

Klobalisierung - Die Welt der Toiletten


Toiletten der Zukunft

Mehr Hygiene und weniger Wasserverbrauch

SWR2 Wissen. Von Maike Hildebrand. Internetfassung: Ulrike Barwanietz & Ralf Kölbel
Fast 40 Prozent der Weltbevölkerung haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Die Spültoilette ist in armen Ländern keine Option und sie steht auch in den Industrienationen zunehmend in der Kritik. Neue Sanitärsysteme führen menschliche Ausscheidungen in den natürlichen Kreislauf zurück und machen sie nutzbar für die Produktion von Düngemitteln.
Toiletten mit Wasserspülung - kein Modell für die Welt

Jeder Mensch in Mitteleuropa muss sechs bis elf Mal am Tag auf die Toilette. Und in Berlin ist das eine Erregung öffentlichen Ärgernisses, wenn man sich ins Gebüsch hockt. Das kostet in Berlin 40 Euro Strafe, wenn die Politessen einen erwischen. Der teuerste Ort ist Freiburg im Breisgau, dort kostet die öffentliche Urinierung 60 Euro als Strafe.
Seit 1895 hat Berlin ein Abwassersystem, das in der Kritik steht. Die Spülung läuft mit Trinkwasser. Das Abwasser zu transportieren und zu reinigen kostet viel Energie. Und trotzdem wird das Wasser nicht mehr so sauber wie zuvor. Ließe sich mit den menschlichen Hinterlassenschaften nicht noch etwas anfangen? Energie oder Dünger gewinnen?

Vakuum statt Wasser


In vielen Ländern der Welt machen sich Ingenieure solche Gedanken und haben bereits Alternativen entwickelt: Im mittleren Osten ist Wasser knapp, dort richten sie Vakuumtoiletten ein. In afrikanischen Ländern bauen sie Trockentoiletten und kompostieren die Fäkalien. Den Experten ist längst klar, dass die Wasserspülung keine nachhaltige Entsorgungslösung ist und dass die Entwicklungsländer dringend eine verbesserte Sanitärversorgung brauchen.
Die German Toilet Organization hat sich 2005 als gemeinnütziger Verein in Berlin gegründet. Geschäftsführer Thilo Panzerbieter und seine Kollegen sind in vielen Regionen der Welt unterwegs um Sanitäranlagen zu bauen, in Indien, Sri Lanka oder auf den Philippinen. Sie bieten Weiterbildungsseminare für Mitarbeiter anderer Hilfsorganisationen an. Und führen an deutschen Schulen ihr Bildungsprogramm "Klobalisierte Welt" durch. Schüler lernen, dass jeder dritte Mensch weltweit kein vernünftiges Klo hat und dass die eigenen Schultoiletten ein Privileg sind, das es zu schützen gilt.

Fliegende Toiletten

Kinder in einem Slum der Kenianischen Hauptstadt Nairobi

Weltweit sterben mehr Menschen an den Folgen einer schlechten Sanitärversorgung als an bewaffneten Konflikten, stellt Thilo Panzerbieter klar. Die meisten an Durchfall oder Darmwürmern. Wo Menschen dicht beieinander leben, werden Krankheiten schneller übertragen. Zum Beispiel in den riesigen Slums in Afrika oder Lateinamerika, wo sich die Bewohner in "Flying Toilets" erleichtern.
Das sind Plastiktüten, die sie zusammengeknotet im hohen Bogen weg schleudern. Mit dem verstreuten Kot kommen häufig Kinder in Berührung, sie sind am anfälligsten. Jedes Jahr sterben infolge von wasser- und sanitärbedingten Krankheiten etwa 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Das stellten die Vereinten Nationen 2010 alarmiert fest und erklärten den Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung zum Menschenrecht. Doch die Umsetzung scheitert daran, dass das Thema einfach Tabu ist.

Tag der Toilette


Ein Schaubild erklärt die Funktionsweise einer Trockentoilette in einer Mädchenschule in Tansania

Mittlerweile engagieren sich in vielen Ländern der Welt Organisationen für bessere Sanitäranlagen. 2001 gründete sich in Singapur die "World Toilet Organization". In der Welttoilettenorganisation sind nationale Institutionen und Experten vernetzt. Ihr Gründungsdatum, den 19. November, rief sie zum Welttoilettentag aus, seit 2013 ist er ein offizieller UN-Tag. Vielerorts machen heute Aktionen darauf aufmerksam, dass eine schlechte Sanitärversorgung dramatische Folgen für Gesundheit, Umwelt, Bildung und Armutsentwicklung hat.

Und es ist einfach eine Frage der Würde, sagt Thilo Panzerbieter, Chef der deutschen Toilettenorganisation germantoilet.org. Es sei unwürdig für Menschen ihr Geschäft im Freien verrichten zu müssen, wo andere sie sehen, wo Frauen oft Vergewaltigungen oder Belästigungen ausgesetzt sind. Und deswegen sei es in vielen Ländern auch so, dass Frauen vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang ins Gebüsch gehen und sonst versuchen das zu unterdrücken.

Kompost und Vakuum

Eine uralte Methode aus der Zeit der Antike sind Trockentoiletten. Heute benutzen sie vor allem Schweden in ihren Sommerhäuschen und deutsche Kleingärtner. Die Toiletten heißen auch Komposttoiletten.
Flugzeug-Toilette
Flugzeug-Toiletten arbeiten in der Regel auch mit dem Wasser sparenden Vakuum-Prinzip.

Vakuumtoiletten dagegen funktionieren mit Unterdruck. Innerhalb von zwei bis drei Sekunden wird das Wasser, das unten in der Schüssel steht, abgesaugt. Optisch ist diese Toilette kaum von einer konventionellen zu unterscheiden. Nur das Abwasserrohr hat einen geringeren Durchmesser. Eine normale Vakuumtoilette braucht circa einen halben Liter bis einen Liter Wasser pro Spülgang, also deutlich weniger als eine konventionelle, die im Schnitt so fünf Liter pro Spülgang benötigt.
Das Unternehmen "Hamburg Wasser" möchte diese Vakuumtoiletten in einer neuen Wohnsiedlung einbauen und aus dem Abwasser Energie gewinnen. 2000 Menschen werden dann in der "Jenfelder Au" , einem ehemaligen Kasernengelände im Nordosten Hamburgs, von diesem modernen Konzept profitieren.

Energie aus Exkrementen

Außerdem soll das Abwasser mit zwei separaten Leitungen getrennt werden. Eine für Grauwasser, das ist Abwasser von Dusche, Waschbecken, Spül- und Waschmaschine. Es wird gereinigt und anschließend in ein Gewässer am Rande der Jenfelder Au geleitet. Die zweite Leitung ist für Schwarzwasser, das ist Toilettenabwasser. Weil Vakuumtoiletten mit nur wenig Wasser spülen, enthält das Schwarzwasser viele Feststoffe. Abwasser nicht gemischt, sondern getrennt abzuleiten, ist sehr effizient.
Denn das Schwarzwasser ist so hoch konzentriert, dass man es direkt in einen Fermenter geben kann, dort wird es unter Ausschluss von Luft vergoren, es entsteht Biogas, was dann im Anschluss wieder in Energie und Wärme umgesetzt werden kann. Ein eigenes Heizkraftwerk soll in der Siedlung 50 Prozent des benötigten Stroms und 40 Prozent der benötigten Wärme aus dem Schwarzwasser erzeugen. Die Gärreste aus der Biogasanlage können eines Tages als Dünger in die Landwirtschaft gehen.

Richtige Anwendung


Öffentlichkeitswirksame Aktionen der German Toilet Organisation (GTO) machen auf die Auswirkungen fehlender Sanitärversorgung aufmerksam.

Öffentlichkeitswirksame Aktionen der German Toilet Organisation (GTO) machen auf die Auswirkungen fehlender Sanitärversorgung aufmerksam.

Fäkophob sind wohl die meisten Menschen in den Industrieländern. Ihren Garten düngen nur die wenigsten mit dem eigenen Mist. In China dagegen sind die Leute eher zu forsch. Dort zielen Aufklärungskampagnen darauf ab, dass Exkremente erst ein Jahr lang kompostiert werden müssen, bevor man sie zur Bodenverbesserung einsetzen darf. Auch Urin sollte erst abgelagert werden, bevor er als Dünger ausgebracht wird. Sonst können sich Krankheiten verbreiten.
An der Technischen Universität Hamburg-Harburg leitet Ralf Otterpohl das "Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz". Von der konventionellen Wasserspültoilette hält er nichts. Der Professor ist ein Pionier auf dem Gebiet. Schon lange forscht er an alternativen Toilettensystemen. Ihn stört, dass Gewässer unnötig belastet und gleichzeitig Ressourcen verschwendet werden.

Kreislauf des Düngers

"Jeder Mensch produziert so viel Dünger, wie zur Herstellung seiner Nahrung benötigt wird", versichert Ralf Otterpohl. Eine Rechnung, die aufgehen würde, wenn wir uns rein pflanzlich ernähren würden. Denn tatsächlich scheidet der Mensch die aufgenommenen Nährstoffe zu fast 100 Prozent wieder aus.

Gesunde Böden können Treibhausgase speichern und schützen damit das Klima. Am besten werden sie versorgt, wenn Blätter, Zweige oder der Kot von Tieren verrotten. Biobauern düngen daher ihr Land mit Grünabfällen und Stallmist vom eigenen Hof. Thilo Panzerbieter kritisiert, dass fast alles der Erde zurück gegeben werde, bloß die menschlichen Exkremente nicht.

Wert der neuen Systeme

Toilette in Äthiopien
Toilette in Äthiopien
Im Schlamm der Kläranlagen in den Industrieländern sammeln sich zwar alle begehrten Pflanzennährstoffe, aber leider auch zahlreiche Gifte – aus den Fabrikabwässern. Klärschlamm ist oft stark belastet und kann nur noch verbrannt werden. Verfahren zur Rückgewinnung der Nährstoffe stecken noch in der Entwicklung. Bisher wird nur ein geringer Teil des Phosphors recycelt, weil die Technik aufwendig und teuer ist.
Der Wert der neuen Systeme müsse erst noch erkannt werden, findet Thilo Panzerbieter, der Chef der deutschen Toilettenorganisation. Damit sich neue, nachhaltige Toilettensysteme durchsetzen, schlägt er einen Selbstversuch vor.
Thilo Panzerbieter schlägt vor, im Rahmen einer häuslichen Anwendung, eine Pflanze in ungedüngte Erde zu stellen und daneben einen Topf zu nehmen und Wasser mit etwas Urin im Verhältnis 10:1 zu verdünnen und darauf zu geben, bei irgendeiner schnell wachsenden Pflanze. Denn ein Mensch hat pro Jahr die Fähigkeit eine halbe Fußballfeldfläche zu düngen.
Stand: 18.11.2014, 

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