Samstag, 30. Januar 2016

Bluthochdruck im Alter

http://www.hochdruck-aktuell.de/public/health/health_10_01.htm



Bluthochdruck im Alter
Senioren: Normalisierung des Blutdruckes wichtig
Mit dem Alter steigt der Blutdruck meist kontinuierlich an. Bei manchen mehr, als gut ist: Etwa jeder zweite Erwachsene über 60 Jahren leidet unter Bluthochdruck.
Doch was man allgemein als "Altershochdruck" bezeichnet, ist nicht durch unseren biologischen Alterungsprozeß vorprogrammiert. Ein Automatismus unter dem Motto "zunehmendes Alter gleich hoher Blutdruck" besteht also nicht.
Die Gründe für den Bluthochdruck liegen woanders. Beispielsweise darin, dass mit zunehmenden Alter in der Regel die Anpassungsfähigkeit der Gefäße an den Blutdruck abnimmt. Dieses trifft besonders auf die herznahen Gefäße zu. Der fortschreitende Verlust der Gefäßelastizität kann zu einem Ansteigen des systolischen Blutdruckes führen. Dagegen bleibt der diastolische Blutdruck meistens weitgehend unverändert oder erhöht sich nur in geringem Maße.
Weitere Gründe für die Verbreitung von Bluthochdruck bei Senioren sind in unserer Lebensweise zu finden. So begünstigt eine falsche Ernährung mit zuviel Kochsalz und Fett die Entstehung von Bluthochdruck. Aber auch Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum können dazu beitragen. Genauso wie Übergewicht und zu wenig Bewegung. Und je länger ein ungesunder Lebensstil auf den Körper einwirkt, um so höher kann das Risiko für Bluthochdruck werden. Hinzu kommt, dass mit zunehmendem Alter weitere Erkankungen auftreten können. Beispielsweise hormonelle Probleme, Osteoporose und Arthrose. Einige Medikamente gegen diese Krankheiten können den Blutdruck erhöhen und über einen längeren Einnahme-Zeitraum eventuell auch zu Bluthochdruck führen.
Der Bluthochdruck im Alter gehört in die Hände des Arztes und behandelt. So sei die Normalisierung des Blutdrucks auch und gerade im Alter wichtig, um Schäden an Herz, Gehirn, Niere und Blutgefäßen zu vermeiden, erklärte der Bonner Hochdruckspezialist Privatdozent Dr. med. Burkhard Weisser in Druckpunkt, dem Magazin der Deutschen Hochdruckliga. Gerade ältere Menschen würden von der Blutdrucknormalisierung besonders profitieren.
Allerdings kommt das anscheinend mit zunehmendem Alter weniger Menschen zu Gute. Eine Studie (Social Trends, Office of Population of Census and Surveys, London 1995) aus dem Jahre 1995 zeigt, dass Frauen und Männer im Alter bis 65 Jahre zu etwa 11 bis 12 Prozent unbehandelt sind. Im Alter von 65 bis 74 Jahren steigt der Anteil schon auf 26 bzw. 27 Prozent. Und bei über 75-Jährigen liegt er bei 36 bzw. 38 Prozent. 
Links zum Thema
Ursachen für Bluthochdruck
Kranke Nieren: Verursachen oft Bluthochdruck

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Zu viel und falsches Essen, wenig Bewegung aber auch dauernder Stress können für hohen Blutdruck verantwortlich sein.
In der überwiegenden Zahl der Fälle, bei 80 bis 90 Prozent der Patienten, findet sich keine direkte Ursache für den hohen Blutdruck. In diesem Fall handelt es sich um einen sog. primären Bluthochdruck (im Fachjargon: primäre Hypertonie oder auch essentielle Hypertonie genannt). Sicher spielt hier auch die erbliche Vorbelastung eine Rolle. Darüber hinaus können eine Reihe anderer Risikofaktoren Bluthochdruck auslösen. Dazu gehören: Übergewicht, hoher Salzkonsum, seelische Belastungen, regelmäßiger Alkoholkonsum und Bewegungsmangel. Meist ist nicht eine Ursache allein verantwortlich, sondern mehrere, die zusammenwirken.
Bluthochdruck kann aber auch als Folge einer organischen Erkrankung, z. B. einer Nierenerkrankung, hormonellen Störung oder einer angeborenen Gefäßverengung auftreten. Ebenso können Medikamente (Pille, Rheumamittel) mitverantwortlich sein. Ist die Ursache für den Hochdruck bekannt, sprechen Ärzte von sekundärer Hypertonie. Sie tritt bei etwa 10 bis 20 Prozent aller Patienten auf.

Bluthochdruck und Diabetes
Gut für Körper und Seele: ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft
Die meisten Diabetiker haben einen zu hohen Blutdruck. Treten beide Erkrankungen gemeinsam auf, steigt das Risiko für Folgeschäden – vor allem am Herz-Kreislaufsystem und an den Nieren.
Bluthochdruck und Diabetes treten häufig gemeinsam auf. Rund 20 Prozent der Typ 1-Diabetiker und 75 Prozent der Typ 2-Diabetiker leiden unter einem zu hohen Blutdruck. Damit sind Diabetiker doppelt so häufig von Bluthochdruck betroffen wie die Normalbevölkerung. Beide Erkrankungen sind Risikofaktoren für Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen, die sich in Kombination noch zusätzlich verstärken. Und Diabetiker sterben häufiger und früher an diesen Folgeerkrankungen.
Die bei Diabetikern dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerte schädigen die Wände der Blutgefäße und die Organe. In Verbindung mit einem Bluthochdruck multipliziert sich dieser Prozess noch: Unbehandelter Bluthochdruck stellt eine Dauerbelastung für die Schlagadern dar, durch erhöhte Blutfettwerte und den gestörten diabetischen Stoffwechsel kommt es verstärkt zu Ablagerungen (Arteriosklerose). Die Blutgefäße verkalken, werden starr und können brechen. Sie verengen sich immer mehr, Organe und Gewebe werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Schließlich kommt es zu einer völligen Verstopfung der Blutgefäße. Auch Ablagerungen können sich lösen und zu plötzlichen Gefäßverschlüssen führen. Herzinfarkt oder Schlaganfall können die Folge sein. Diabetiker erleiden drei bis fünf Mal häufiger einen Infarkt oder Schlaganfall als Nicht-Diabetiker.
Auch Nierenerkrankungen sind bei Diabetikern mit Bluthochdruck häufig. Sie machen sich anfangs durch eine erhöhte Eiweißausscheidung im Urin bemerkbar (Mikroalbuminurie). Im Laufe der Zeit kann sich die Nierenfunktion bis hin zum Nierenversagen weiter verschlechtern. Viele Diabetiker sind auf Dialysen angewiesen.
Diese Risiken für Herz und Nieren lassen sich durch eine konsequente Therapie verringern. Deshalb sollte der Diabetes gut eingestellt werden. Besonders wichtig ist es, den Bluthochdruck frühzeitig und wirksam zu behandeln. Damit kann das Risiko für Nierenschäden, Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stark verringert werden.
Nach den Empfehlungen der Hochdruckliga sollte der Blutdruck bei Diabetikern unter 135/85 mmHg liegen, besser noch unter 130/80 mmHg – also noch niedriger als bei Nichtdiabetikern. Der Arzt wird Medikamente verschreiben, die den Blutdruck senken und gleichzeitig das Fortschreiten der Nierenschäden bremsen. Da Typ 2-Diabetes häufig mit Übergewicht einhergeht, ist die Gewichtsabnahme eine wichtige Therapiemaßnahme. Dadurch können sowohl die Blutdruckwerte als auch der Stoffwechsel verbessert werden. Auch eine gesunde Ernährung und Lebensweise mit viel Bewegung, der Verzicht auf Nikotin sowie der eingeschränkte Genuss von Alkohol und Kochsalz können die Lebensqualität entscheidend verbessern. Wie für alle Bluthochdruckpatienten ist für Diabetiker ein Muss: der regelmäßige Blutdruck-Check!

Wann spricht man von Bluthochdruck?
Blutdruck messen: Das Gerät zeigt an, ob der Blutdruck zu hoch liegt

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Ob man hohen oder normalen Blutdruck hat, kann man nur auf Grund von Messungen feststellen.
Arzt und Apotheken bieten das Messen des Blutdrucks an. Es gibt aber auch Blutdruckmessgeräte, die das Selbstmessen zu Hause ermöglichen. Die ermittelten Werte – ein oberer (der systolische) und ein unterer (der diastolische) – zeigen an, ob Ihr Blutdruck normal ist, oder ob der Arzt einschreiten muss. Liegt der Blutdruck im Ruhezustand (im Sitzen oder Liegen) bei wiederholten Messungen über 140 mmHg (systolisch), spricht man von Bluthochdruck oder Hypertonie. Damit zufällige Einflussgrößen, wie momentane Anspannung, kurzzeitige Belastung oder Angst vor der Behandlung, den Blutdruck nicht beeinflussen, sollte zur Erstdiagnose mehrfach gemessen werden. Die Messungen sollten mindestens dreimal durchgeführt werden und an zwei verschiedenen Tagen stattfinden.
Die folgende Tabelle zeigt die Bewertung der einzelnen Blutdruckbereiche und die dazugehörigen oberen (systolischen) und unteren (diastolischen) Werte:
BewertungOberer Wert (Systolischer Druck)Unterer Wert (Diastolischer Druck)
optimalbis 120 mmHgbis 80 mmHg
normalbis 130 mmHgbis 85 mmHg
hoch-normal130-139 mmHg85-89 mmHg
Hochdruck140 mmHg und darüber90 mmHg und darüber
Quelle: Hochdruckliga

Wer ist betroffen?
Alt und jung, Frau und Mann: Jeden kann es treffen
Weder Jugend noch Geschlecht schützen vor Bluthochdruck. Spätestens oberhalb der 40 sollte jeder Vorsorge betreiben.
Die schlechte Nachricht: Jeder kann Bluthochdruck bekommen. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Die gute Nachricht: Bis zu den Wechseljahren haben Frauen einen gesundheitlichen Vorteil: Das weibliche Sexualhormon Östrogen schützt sie wirksam vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Schnitt beginnt die Erkrankung im Alter von 35 Jahren. Bei Erwachsenen über 40 Jahren ist jeder Fünfte betroffen. Das sind 12 bis 15 Millionen Bundesbürger! Ab dem 65. Lebensjahr leiden über die Hälfte aller Menschen an Bluthochdruck.

Besonders häufig erkranken folgende Personengruppen an Bluthochdruck:
  • Erwachsene mittleren und höheren Alters
  • Personen mit Übergewicht
  • Menschen, die häufig und viel Alkohol trinken
  • Diabetiker
  • Personen, die an Nierenerkrankungen leiden
Die Dunkelziffer bei dieser Erkrankung ist sehr hoch. Es wird vermutet, dass die Hälfte aller Menschen mit Bluthochdruck nichts von ihren erhöhten Werten ahnen. Der einzig sichere Weg, einen hohen Blutdruck frühzeitig zu erkennen, ist, ihn regelmäßig – mindestens einmal pro Jahr – zu messen oder messen zu lassen. Das gilt vor allem, wenn Familienmitglieder an Bluthochdruck leiden. Bereits Jugendliche aus hochdruckbelasteten Familien sollten sich einem regelmäßigen Check unterziehen, da eine erbliche Veranlagung für Bluthochdruck einen Risikofaktor darstellt. Nur so kann den langfristigen Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks vorgebeugt werden.

Wann muss ich zum Arzt gehen?
Blutdruck-Check: Mindestens einmal pro Jahr zum Arzt
Mindestens einmal im Jahr zum Blutdruckmessen, das sollten Sie sich angewöhnen.
Bluthochdruck kann bekanntlich lange Zeit ganz ohne Beschwerden verlaufen. Damit die symptomlose Erkrankung frühzeitig erkannt wird, solltejeder – auch wenn er sich noch so fit fühlt – mindestens einmal im Jahrseinen Blutdruck checken lassen. Das gilt besonders für Personen, die über 40 Jahre alt sind – weil ab diesem Alter für diejenigen das Erkrankungsrisiko zunimmt, die erblich vorbelastet sind, Übergewicht haben, an Fettstoffwechselstörungen
(z. B. erhöhter Cholesterinspiegel) leiden oder bei denen andere Erkrankungen
(z. B. Diabetes) vorliegen. Auch bei einer ungesunden Lebens- oder Ernährungsweise mit hohem Salzkonsum, Nikotin, Alkohol oder Stress sind regelmäßige Kontrollbesuche beim Arzt unumgänglich. Besser ist es jedoch, gesund zu leben und täglich für ausreichende Bewegung zu sorgen.
Sie sollten unbedingt sofort einen Arzttermin vereinbaren, wenn
  • Ihnen bei mehreren Blutdruckmessungen erhöhte Werte aufgefallen sind.
  • der Blutdruck auch nur leicht erhöht ist.
  • Sie häufiger unter Kopfschmerzen oder Schwindel leiden und reizbar sind.
  • Sie ein Engegefühl im Brustraum verspüren.
  • in letzter Zeit öfter Symptome wie Atemnot, Müdigkeit, Herzklopfen, Beklemmungen, Schweißausbrüche oder Nasenbluten aufgetreten sind.
Bluthochdruck kommt nicht allein
Gefäße verschlossen: Herz und Blutdruck in Not

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Hoher Blutdruck ist eine „schleichende“ Erkrankung, die selten alleine auftritt; sie kann im Verlauf viele weitere Krankheiten nach sich ziehen.
Unbehandelter Bluthochdruck löst auf Dauer eine Kettenreaktion aus: Der ständig überhöhte Blutdruck führt zu einem hohen und schnellen Verschleiß der Schlagadern. Die Folge davon: Die Innenhaut der Gefäße wird rau und rissig. Deshalb können sich dort vermehrt Kalzium und andere Bestandteile des Blutes (z. B. Fette) ablagern. Dadurch werden die Arterien nicht nur starrer und unbeweglicher, sondern nach und nach verschlossen. Diese Verengung der Blutgefäße erhöht zusätzlich den Widerstand gegen den Blutfluss und damit noch weiter den Blutdruck.
In Folge dieser Verengung muss das Herz häufiger schlagen und ständig mit voller Kraft pumpen. Je enger die Blutgefäße werden, umso höher steigt der Blutdruck. Die Mehrbelastung des Herzens führt zu einer Verdickung des Herzmuskels. Im Laufe der Zeit reicht die Blutzufuhr zum Herzen nicht mehr aus, um den vergrößerten Herzmuskel selbst mit Nährstoffen zu versorgen. Das Herz wird unterversorgt. Die Folge: Das Muskelgewebe wird in Bindegewebe umgewandelt, es kommt zu einer Herzerweiterung. In der Spätphase entwickelt sich eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Das Herz kann schließlich schlapp machen und versagen.
Dieser Prozess, den hoher Blutdruck und Verkalkung der Blutgefäße (Arteriosklerose) auslösen, kann viele Schädigungen hervorrufen:
  • So werden alle Gefäße, nicht nur die Schlagadern (Arterien) – vor allem die Körperhauptschlagader (Aorta), die Herzkranz- und Hirngefäße – ganz erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Durch zunehmende Ablagerung fett- und kalkhaltiger Substanzen verengen sie sich immer mehr, bis sie schließlich völlig verstopft sein können. Der vollständige Gefäßverschluss eines Herzkranzgefäßes kann schließlich den Herzinfarkt zur Folge haben.
  • Im Gehirn kann ein starres Blutgefäß unter dem großen Druck brechen und eine Gehirnblutung verursachen. Ein verstopftes Blutgefäß führt zum Hirninfarkt: dem Schlaganfall.
  • In die Organe gelangt zu wenig Blut, sie bekommen dadurch nicht genügend Sauerstoff. Bei den Nieren kann das eine Schädigung des Nierengewebes nach sich ziehen, die bis hin zum Nierenversagen gehen kann. Unter Umständen bedeutet das für den Patienten Dialyse (Blutwäsche) oder sogar Nierentransplantation.
  • Bei den Augen können Veränderungen der Netzhaut zur Erblindung führen.
  • Durch die Verengung der Gefäße kann es zu einer Mangelversorgung der Muskulatur mit Sauerstoff kommen. Durchblutungsstörungen in den Beinen beispielsweise bewirken oft schon nach kurzen Gehstrecken starke Schmerzen meist in der Wade. Schaufensterkrankheit nennen die Ärzte das, weil die Betroffenen an jedem Schaufenster stehen bleiben, bis die Schmerzen aufhören. Neben Muskelschmerzen können nicht heilende Geschwüre eine weitere unangenehme Folge sein. Bei einem Gefäßverschluss in den Beinen läßt sich manchmal eine Amputation nicht vermeiden (Raucherbein).
Dieses breite Spektrum der Erkrankungen, die in der Folge von Bluthochdruck auftreten können, hat einen hohen Preis: 40 Prozent der Todesfälle bei unter 65-Jährigen stehen in Zusammenhang mit Erkrankungen durch Bluthochdruck. Doch man kann dem entgegenwirken. Eine frühzeitige Behandlung ist deshalb äußerst wichtig. Moderne Arzneimittel können nicht nur den Blutdruck senken, sondern auch vor Organschäden schützen. Sie tragen damit zu langer Lebensfreude und einem guten Lebensgefühl bei.
Langfristige Folgen: Die gefährdeten Organe
Risiken: Spätfolgen bedrohen Unbehandelte
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Bluthochdruck kann viele Organe schädigen und erhebliche Spätfolgen wie zum Beispiel Herzschwäche oder Nierenversagen nach sich ziehen. Wird ein zu hoher Blutdruck früh genug erkannt und behandelt, lassen sich diese Spätfolgen verhindern.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen, weil ein unbehandelter Bluthochdruck, der über längere Zeit besteht, erhebliche Folgeschäden an verschiedenen Organen verursachen kann. Zu dendirekten Organschäden können gehören:
  • Am Herzen: Herzmuskelschwäche, Herzversagen und Herzrhythmusstörungen.
  • Am Gehirn: Hirnblutung und Hirninfarkt. Werden die Blutgefäße immer stärker eingeengt, kann das Blut nicht mehr ungehindert fließen. Es kann schließlich zu einem vollständigen Gefäßverschluss kommen. Im Gehirn nennt man das Hirninfarkt (Schlaganfall) – besser bekannt ist jedoch der Herzinfarkt, bei dem ein oder mehrere Herzkranzgefäße vollständig verstopfen. Jeder fünfte Schlaganfall endet tödlich. Bei vielen anderen bleiben Sprachstörungen oder Lähmungen zurück.
  • An den Nieren: Störungen der Nierenfunktion, Nierenversagen.
Die Organschäden durch Arterienverkalkung (Arteriosklerose), für die der Bluthochdruck eine Hauptursache darstellt, können betreffen:
  • Das Herz: Schmerzhaftes Engegefühl in der Brust (Angina pectoris), Herzinfarkt.
  • Das Gehirn: Gefäßbedingte Erkrankungen mit Ausfällen verschiedener Hirnfunktionen, Nachlassen der Leistungsfähigkeit des Gehirns.
  • Die Beinarterien: Schwere Durchblutungsstörungen mit Muskelschmerzen und nicht heilende Geschwüre, Gefäßverschluss. Pro Jahr müssen in Deutschland – vor allem bei Rauchern – 30.000 Gliedmaßen amputiert werden.
  • Das Auge: Schäden an den Arterien der Netzhaut mit Blutungen und Flüssigkeitsaustritt, Erblindung.
40 Prozent der Todesfälle bei unter 65-Jährigen sind Folgen von Erkrankungen durch Bluthochdruck. Deshalb ist es wichtig, dass ein Bluthochdruck frühzeitig erkannt und behandelt wird. Bestimmte blutdrucksenkende Medikamente entlasten das Herz und die Gefäße und schützen die Nieren. Eine Einbuße der Lebensqualität ist somit kein unabwendbares Schicksal. Der Patient fühlt sich besser, wird wieder leistungsfähiger und erhält seine Lebensfreude zurück.


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