Donnerstag, 14. Januar 2016

0179-Telomerase und Antiaging


www.gesundheitsfundament.de/blog/2013/06/26/telomerase-und-anti-aging-ein-zweischneidiges-schwert/






TELOMERASE UND ANTI-AGING 


Telomere
Der Prozess der Zellalterung ist für sich allein genommen ja schon ein spannendes Thema, aber die Forschungen zu dem EnzymTelomerase sind für mich persönlich am faszinierensten. Um zu verstehen wo dieses Enzym wirkt, muss man sich tief in die Welt des Zellkerns bewegen. Wie den meisten bestimmt bekannt ist, befinden sich im Zellkern die Chromosomen. Sie gelten als Träger der Erbanlagen, sind geformt wie ein X und enthalten in ihrer DNA den Bauplan des Lebens.
In allen Eukaryoten (Lebewesen deren Zellen einen Zellkern besitzen), also auch in menschlichen Zellen finden sich an den Chromosomenenden die sogenannten Telomere. Das ist eigentlich nichts spektakuläres, wenn man nicht herausgefunden hätte, dass in gesunden Zellen bei jeder Zellteilung ein Stück des Erbguts verloren geht. Die Chromosomenenden (Telomere) werden mit der Zeit immer kürzer. Das sorgt für eine natürliche Endlichkeit der Zelle indem sie altert und schliesslich stirbt.

TELOMERASE - DAS UNSTERBLICHKEITSENZYM?

Hier kommt das Enzym Telomerase ins Spiel. Telomerase wurde 1985 von den Forscherinnen Elizabeth Blackburn und Carol Greider in dem Wimpertierchen Tetrahymena entdeckt. Nach einigen Jahrzehnten intensiver Forschung entschlüsselten sie schliesslich den Mechanismus der Zellalterung. 2009 wurden sie für ihre Forschungen mit dem Paul-Ehrlich-Preis ausgezeichnet und erhielten sogar den Nobelpreis (zusammen mit Jack W. Szostak).

Indem sie ihre Erkenntnisse untereinander ergänzten, waren sie in der Lage sowohl den wesentlichen Faktor im Alterungsprozess der Zellen zu erklären als auch das entsprechende Enzym auszumachen, welches diesen Prozess wieder umkehren kann - die Telomerase. Das machte Hoffnung mit diesem Enzym "den" Jungbrunnen der Zellen entdeckt zu haben, da es in der Lage ist immer wieder Erbmaterial an die Erbgutenden anzulagern und die Zellen auf diese Weise quasi unsterblich zu machen.

DIE PROBLEMATIK AN DER SACHE

Leider gibt es bei all der Euphorie auch eine Kehrseite der Medaille. Krebszellen bedienen sich in ihrer Replikation leider auch der Telomerase. Somit hat man es mit einer parrallelen Problematik zu tun. Führt man Telomerase zu, verjüngen sich zwar die Zellen, es wird jedoch auch eine Grundlage für Krebszellen zur ungehinderten Vermehrung geschaffen. Entzieht man Telomerase, wäre ein Tumorwachstum zwar eingedämmt, die Zellen würden jedoch schneller altern. Beide Varianten wären also mit einem vorzeitigem Tod verbunden. So zumindest die Theorie.

Mit dieser Kenntnis macht es demnach Sinn in beide Richtungen zu forschen um eine Lösung aus dem Dilemma zu finden. Erste Erfolge in dieser Richtung konnten spanische Wissenschaftler verbuchen, indem sie transgene Supermäuse geschaffen haben, die eine bis zu 50 Prozent längere Lebenszeit als normal aufweisen konnten. Das erreichten sie, indem sie durch Genveränderung für eine vermehrte Ausschüttung von Tumorsuppressoren sorgten. Leider müssen hier mal wieder für derartige Versuchsreihen zuerst die lieben Tiere herhalten. Erschwerend kommt hinzu, dass derartige Experimente mit Mäusen lediglich "Hinweise" geben können, diese sich aber nicht eins zu eins auf den Menschen adaptieren lassen. Für meinen Geschmack sollte da sowieso nicht so tief in die Evolution eingegriffen werden. Schliesslich befindet sich in der Natur bereits alles am rechten Platz und und im ständigen Gleichgewicht. Wen wundert es also, dass der Vorteil, den Telomerase bietet, auch einen Gegenspieler hat.

TELOMERASE AKTIVATOR AUS NATÜRLICHEN QUELLEN

Die Heilpflanze Astragalus Membranaceus ( s.a. Tragant-w.st.) enthält in konzentrierter Form den Wirkstoff Astragaloside IV, welcher die Telomerase in den Zellen aktivieren kann. Dabei ist Astragalus in der TCM schon seit über 2000 Jahren bekannt. Verwendet wird Astragalus hauptsächlich aufgrund der positiven Wirkung auf das Immunsystem. Die Lymphozytenaktivität kann gesteigert werden und der Körper kann stimuliert werden körpereigenes Interferon zu produzieren.
Das hat natürlich auch das Interesse der westliche Medizin geweckt. Getestet wird die Wirkung von Astragalusnunmehr in der Behandlung von chronischen Entzündungserkrankungen, Krebs und sogar AIDS. Krebpatienten beispielsweise, die während ihrer Chemotherapie oder Bestrahlung mit Astragalus behandelt wurden litten weniger unter Nebenwirkungen und gesundeten schneller.
Auch im Anti-Aging Bereich ist Astragalus ein gern verwendetes Mittel, da es ohne bekannte toxische Nebenwirkungen eingenommen werden kann. Mich hat natürlich interessiert, ob Astragalus, durch die Fähigkeit Telomerase aktivieren zu können, "auch" zum einem ungehinderten Tumorzellenwachstum beitragen kann. Das würde von der Logik zumindest Sinn machen. Ich habe allerdings nicht viel dazu gefunden. Es gibt jedoch viele Studien mit positiven Erfolgen.
Medizinskandal Alterung
In einer Diskussion eines Longevity-Forums fand ich interessanterweise die Anregung Astragalus als Anti-Aging Mittel in Zyklen einzunehmen. Dazu bietet es sich an im Wechsel zu den Telomerase Aktivatoren auch Telomerase Inhibitoren (Hemmer) zuzuführen. Eine dauerhafte Einnahme sei ein wohl zu hohes Risiko und zudem nicht notwendig, da schon eine relativ kurze Einnahmedauer reichen soll, um die Aktivierung von Telomerase in Gang zu setzen. Nebenbei fand ich auch die anderen Beiträge in diesem Longevity Forum (Zeitgunst) sehr interessant. Für Anti-Aging Hardliner könnte der ein oder andere Thread mit Sicherheit interessant sein.
Persönlich hatte ich mir Astragalus schon vor einer ganzen Weile über einen Online-Shopkommen lassen und mixe mir das Pülverchen zwischendurch immer mal in meine Smoothies. Der grosse Durchbruch ist mir im Rahmen meiner Selbststudien damit noch nicht gelungen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. :) Bis dahin setze ich weiter auf das Gesundheitsfundament. Wer sich trotzdem für "komplexe Supplemente" interessiert, kann sich ja mal die NahrungsergänzungProduct B anschauen (ohne Gewähr natürlich). Auf der Seite wird interessanter Weise behauptet, dass die Krebstheorie mittlerweile "Schnee von gestern" ist. Dazu wären verlässliche Quellen allerdings wünschenswert. Es bleibt also spannend und bietet Grund genug die Telomerase-Forschung weiterhin im Auge zu behalten.

WEITERE QUELLEN

Abgelegt unter: Anti-Aging , Astragalus , Heilpflanzen , TCM , Telomerase

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